29 June 2026, 04:13

Aschura-Marsch in Berlin: 600 Teilnehmer, Hitze und umstrittene Kinder-Szene

Scharfe Kritik nach Schiademo mit Kindern in Berlin

Aschura-Marsch in Berlin: 600 Teilnehmer, Hitze und umstrittene Kinder-Szene

Gedenkmarsch in Berlin zum schiitischen Aschura-Fest zieht rund 600 Teilnehmer an

Eine Kundgebung in Berlin anlässlich des schiitischen religiösen Festes Aschura lockte etwa 600 Menschen an. Die unter dem Titel „Aschura-Marsch“ stehende Veranstaltung sollte Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit zeigen, stieß jedoch wegen ihrer Aktivitäten auf Kritik und behördliche Eingriffe.

Die Demonstration fand bei extremer Hitze statt, mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Mehrere Teilnehmer mussten wegen kreislaufbedingter Hitzeprobleme medizinisch versorgt werden. Im Rahmen der Veranstaltung war von den Organisatoren eine Nachstellung der historischen Entführung von Frauen und Kindern geplant, bei der auch Kinder aneinandergebunden werden sollten.

Noch vor Beginn der Darstellung verbot die zuständige Einsatzleitung die Szene während eines Abstimmungsgesprächs mit den Veranstaltern. Der Verantwortliche der Kundgebung sorgte daraufhin dafür, dass die theatralische Aufführung gestoppt wurde. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) übt öffentlich Kritik an der Einbindung von Kindern in die Nachstellung.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) verurteilte die Demonstration als islamistisch. Aschura ist im schiitischen Islam ein Trauertag zum Gedenken an die Märtyrertod des Imam Hussein.

Die Veranstaltung endete mit dem Stopp der Nachstellung und der medizinischen Versorgung hitzegeschädigter Teilnehmer. Behörden und Öffentlichkeit äußerten Besorgnis über die Einbeziehung von Kindern. Die Organisatoren setzten das Aufführungsverbot um.

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