09 June 2026, 14:13

Arbeiten bis 70? Warum ältere Führungskräfte Politik und Wirtschaft dominieren

Rentenreform

Arbeiten bis 70? Warum ältere Führungskräfte Politik und Wirtschaft dominieren

Immer mehr Führungskräfte und Berufstätige arbeiten weit über das traditionelle Renteneintrittsalter hinaus. Aktuelle Studien zeigen sogar, dass die Produktivität erst mit 90 oder später ihren Höhepunkt erreichen kann. Unterdessen wird in Deutschland politisch diskutiert, das Renteneintrittsalter langfristig auf 70 Jahre anzuheben, um die Rentenfinanzierung zu sichern.

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Die Rentenkommission bereitet derzeit die Empfehlung vor, das Arbeiten bis 70 als tragfähige Lösung vorzuschlagen. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat bereits einen schrittweisen Anstieg des Renteneintrittsalters ins Spiel gebracht. Doch für jüngere Generationen könnte ein Renteneintritt mit 70 unrealistisch bleiben – anders als für die Babyboomer.

In der Politik dominieren weiterhin ältere Führungspersönlichkeiten. Friedrich Merz, 70, hat keine älteren Konkurrenten und gilt nun als designierter Kanzlerkandidat. Die FDP wählte mit Wolfgang Kubicki, 74, ebenfalls einen erfahrenen Politiker an ihre Spitze. International sind mit Xi Jinping (72), Wladimir Putin (73), Benjamin Netanjahu (76) und Donald Trump (79) ebenfalls hochbetagte Staatslenker in ihren Ämtern aktiv und einflussreich.

Auch im Sport zeigen sich deutliche Altersunterschiede. Julian Nagelsmann, 38, könnte gegen die Mannschaft von Curaçao verlieren, die vom 78-jährigen Dick Advocaat trainiert wird. Gleichzeitig erlitt Außenminister Johann Wadephul, 63, kürzlich einen Rückschlag, nachdem Deutschland in einer UN-Abstimmung in New York unterlag.

Forschungen bestätigen, dass die Produktivität im höheren Alter oft erhalten bleibt und mitunter sogar nach dem 90. Lebensjahr ihren Höhepunkt erreicht. Angesichts wachsender politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen gewinnt die Idee, länger zu arbeiten, an Fahrt. Vorerst besetzen ältere Fachkräfte weiterhin Schlüsselpositionen in Politik, Wirtschaft und Sport.

Quelle