Apotheker zahlen mehr: Neue Beitragsregeln in mehreren Bundesländern
Marie SchulzApotheker zahlen mehr: Neue Beitragsregeln in mehreren Bundesländern
Beitragserhöhungen für Apotheker: Neue Regeln in mehreren Bundesländern
In mehreren deutschen Bundesländern ändern sich die Mitgliedsbeiträge für Apotheker. Hintergrund sind aktuelle Gesetzesanpassungen und Kostenanpassungen durch die Landesapothekerkammern. Während einige mehr zahlen müssen, gelten für nicht berufstätige Pharmazeutinnen und Pharmazeutiker nun neue Beitragsmodelle.
In Hessen muss die Landesapothekerkammer (LAK) künftig auch von Apothekern, die nicht mehr im Beruf arbeiten, Beiträge erheben. Dies geht auf eine Novelle des Heilberufsgesetzes zurück, die die Mitgliedschaft auf Ruheständler oder inaktive Berufsangehörige mit Hauptwohnsitz in Hessen ausweitet. Die Kammer steht nun vor der Aufgabe, diese Personengruppe zu identifizieren und ihre Beitragsordnung entsprechend anzupassen.
Auch für angestellte Apotheker steigen in einigen Regionen die Kosten. In Sachsen kletterten die Jahresbeiträge von 152 auf 228 Euro. Berlin verzeichnet einen ähnlichen Anstieg: Hier zahlen angestellte Mitglieder nun 294 Euro pro Jahr – 100 Euro mehr als zuvor. Die Apothekerkammer Niedersachsen hingegen senkte ihre Ausgaben, indem sie die "Pharmazeutische Zeitung" (PZ) aus dem Leistungspaket strich.
In anderen Kammern führten Bemühungen zur Reduzierung von Rücklagen zu Beitragsanpassungen. Eine Kammer halbierte ihre Gebühren für das laufende Jahr, der niedrigste Quartalsbeitrag für freiwillige Mitglieder liegt nun bei 40 Euro. Die Umstellungen dürften jedoch den Verwaltungsaufwand erhöhen, da die Kammern die neuen Mitgliedergruppen erfassen und bearbeiten müssen.
Die Änderungen spiegeln größere rechtliche und finanzielle Verschiebungen in der Arbeit der Apothekerkammern wider. Während angestellte Apotheker in einigen Bundesländern höhere Abgaben leisten müssen, erhalten nicht berufstätige Pharmazeutiker in Hessen erstmals eine Rechnung. Gleichzeitig stehen die Kammern vor der Herausforderung, ihre Systeme an die wachsende administrative Belastung anzupassen.






