Antisemitismus in Deutschland: 2025 so viele Vorfälle wie nie – besonders im Netz
Marie SchulzAntisemitismus in Deutschland: 2025 so viele Vorfälle wie nie – besonders im Netz
Ein neuer Bericht wirft ein Schlaglicht auf das anhaltende Problem des Antisemitismus in Deutschland. Im Jahr 2025 wurden 8.725 Vorfälle registriert – mehr als ein Viertel davon spielte sich im Internet ab. Die Ergebnisse lösten Forderungen nach schärferen Maßnahmen gegen digitale Plattformen aus.
Der Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) mit dem Titel „Antisemitische Vorfälle in Deutschland“ zeigt, dass 27 Prozent aller Fälle im vergangenen Jahr online stattfanden. Dazu zählen die Verbreitung antisemitischer Narrative, Beleidigungen und Hassäußerungen auf großen digitalen Plattformen.
Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, hat auf die Zahlen reagiert. Er betonte, dass Plattformen bestehende Gesetze konsequenter durchsetzen und mehr gegen das Problem unternehmen müssten. Von Notz warnte zudem, dass Unternehmen, die untätig bleiben, mit empfindlichen finanziellen Strafen rechnen müssten.
Der Bericht unterstreicht das Ausmaß des Antisemitismus, insbesondere in digitalen Räumen. Von Notz’ Vorschlag zielt darauf ab, die Plattformen zu strengeren Maßnahmen zu drängen. Ohne Gegenwehr droht das Problem weiter zu bestehen.






