15 January 2026, 09:54

Altersarmut in Sachsen-Anhalt: Über 11.000 Rentner brauchen Grundsicherung – BSW fordert Reformen

Alte Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.

Immer mehr Rentner an Grundsicherung abhängig - Altersarmut in Sachsen-Anhalt: Über 11.000 Rentner brauchen Grundsicherung – BSW fordert Reformen

Immer mehr Rentner in Sachsen-Anhalt rutschen in die Armut ab – mittlerweile sind über 11.000 auf Grundsicherung angewiesen. Die drastische Zunahme bezeichnet die BSW-Partei als "Skandal" und fordert dringende Reformen, um die Altersarmut im Land zu bekämpfen.

Laut Zahlen vom September 2023 erhielten in Sachsen-Anhalt 11.285 Rentner Grundsicherungsleistungen – fast 500 mehr als im Vorjahr und über 4.000 mehr als noch vor fünf Jahren. Senioren stellen damit 43 Prozent aller Grundsicherungsempfänger, ein Anstieg von nur 32 Prozent im Jahr 2020. Hauptgründe für den starken Anstieg sind die hohe Inflation, explodierende Lebensmittel- und Energiekosten sowie die wachsende Zahl der "Babyboomer", die in den Ruhestand gehen.

Besonders betroffen sind Frauen über 65: 2023 lag ihr Armutsrisiko in Deutschland bei 20,2 Prozent, während es bei Männern im gleichen Alter 15,4 Prozent betrug. Trotz des Anstiegs bleibt der Anteil älterer Grundsicherungsempfänger in Sachsen-Anhalt jedoch unter dem Bundesschnitt, wo fast 60 Prozent der Bezieher von Grundsicherung Senioren sind. Die BSW spricht von einem "Skandal" und schlägt ein "Anti-Armut-Rentenpaket" vor. Dazu gehören höhere Renten, geringere Abgaben und eine steuerfreie Rente bis zu 2.000 Euro, um die finanzielle Belastung älterer Bürger zu verringern.

Die Zahl der Rentner, die in Sachsen-Anhalt auf Grundsicherung angewiesen sind, steigt kontinuierlich – angetrieben durch Inflation und den demografischen Wandel. Die von der BSW vorgeschlagenen Reformen sollen den Trend umkehren, doch die Altersarmutsquote im Land liegt weiterhin unter dem bundesweiten Durchschnitt.