18 February 2026, 23:37

Alice Schwarzer warnt vor AfD und kritisiert Baerbocks feministische Politik scharf

Ein Magazin-Cover mit einem Bild von drei Frauen in bunten Kleidern, die mit ausgestreckten Armen tanzen und von farbigen Ballons umgeben sind, mit dem Text "Berliner Leben", der wahrscheinlich den Titel der Zeitschrift angibt.

Alice Schwarzer warnt vor AfD und kritisiert Baerbocks feministische Politik scharf

Alice Schwarzer, eine der einflussreichsten Feministinnen Deutschlands, hat sich zur sich wandelnden politischen Landschaft des Landes geäußert. Dabei warnte sie vor den Gefahren, die vom Aufstieg der rechtspopulistischen AfD ausgehen, kritisierte zugleich aber auch die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock wegen nicht eingelöster Versprechen in der feministischen Politik.

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In ihren jüngsten Stellungnahmen setzte sich Schwarzer mit Führung, Geschlechtergerechtigkeit und den bevorstehenden Herausforderungen für die Frauenrechte in Deutschland auseinander.

Lobend erwähnte sie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel als wegweisende Figur für junge Frauen. Unter Merkels Führung hätten Mädchen sogar eine 'Schnee-Merkel' statt eines Schneemanns gebaut – ein Zeichen für den Wandel der Wahrnehmung. Die lange Amtszeit der ersten Kanzlerin habe dazu beigetragen, Frauen in Spitzenpositionen der Politik zu normalisieren und damit ein starkes Signal für Gleichberechtigung zu setzen.

Gleichzeitig übte Schwarzer scharfe Kritik an Annalena Baerbock. Die ehemalige Außenministerin habe es versäumt, Frauen in Krisenregionen wie dem Iran oder Afghanistan zu unterstützen, obwohl sie eine 'feministische Außenpolitik' angekündigt hatte. Die Feministin warf Baerbock vor, dass deren Taten hinter den Worten zurückblieben.

Zum Aufstieg der AfD sagte Schwarzer, die wachsende Bedeutung der Partei stelle eine ernste Bedrohung für feministische Fortschritte dar. Ihre konservativen Werte könnten hart erkämpfte Erfolge der Frauenrechte zurückdrehen. Dennoch machte sie eine überraschende Beobachtung: Sollte AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel Bundeskanzlerin werden, könnte dies – paradoxerweise – Frauen sogar bestärken, indem es beweise, dass sie selbst in einer rechtspopulistischen Partei führen können.

Für Schwarzer bleibt der Kampf gegen den Aufstieg der AfD eine der dringlichsten Aufgaben. Sie betonte, dass es entscheidend sei, deren Einfluss einzudämmen, um die Errungenschaften der Frauen in der deutschen Gesellschaft zu bewahren.

Schwarzers Äußerungen spiegeln sowohl Fortschritte als auch Rückschläge in der deutschen Geschlechterpolitik wider. Während Merkels Erbe als Maßstab gilt, stellen Baerbocks Versäumnisse und der Aufstieg der AfD neue Herausforderungen dar. Die feministische Bewegung, so Schwarzer, müsse wachsam bleiben, um ihre Erfolge in einer unsicheren politischen Zeit zu verteidigen.