23 May 2026, 18:12

AfD überholt Union erstmals in bundesweiten Umfragen – was steckt dahinter?

Mit der AfD umgehen

AfD überholt Union erstmals in bundesweiten Umfragen – was steckt dahinter?

Die Unterstützung für die rechtspopulistische AfD steigt rasant – aktuelle Umfragen sehen die Partei bundesweit erstmals vor der Unionsfraktion aus CDU und CSU. In Sachsen-Anhalt liegt sie mittlerweile bei über 40 Prozent der Wählerstimmen. Der Wandel spiegelt die wachsende Unzufriedenheit mit der Wirtschaftslage und der Politik der etablierten Parteien wider, die viele Bürger in die Arme der nationalistischen Parolen treibt.

Steigende Preise für Grundgüter wie Lebensmittel, Sprit und Heizung belasten die Haushaltskassen. Die Inflation nagt an der Kaufkraft, während Essen gehen und Reisen immer teurer werden. Die wirtschaftliche Abwärtsspirale reicht mittlerweile tiefer als während der Coronakrise und gefährdet die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand des Landes.

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Vor diesem Hintergrund gewinnt die AfD mit ihrer Forderung nach einem „Deutschland zuerst“-Kurs zunehmend an Zuspruch. Die Partei inszeniert sich als Stimme nationaler Eigeninteressen und bedient damit Ängste vor dem Niedergang sowie die hitzigen Debatten über die Verteilung knapper Ressourcen. Gleichzeitig stößt die milliardenschwere Unterstützung für die Ukraine auf Kritik – manche Wähler fragen sich, ob innere Prioritäten dabei vernachlässigt werden.

Konservative Stimmen fordern die Union nun auf, trotz der umstrittenen Haltung der AfD zu Russland und zum Ukraine-Krieg eine Zusammenarbeit in Erwägung zu ziehen. Laut Berichten sind Politiker wie Markus Söder und Jens Spahn bereit, einzugreifen, falls CDU-Chef Friedrich Merz an Schwung verliert – was den Weg für mögliche Bündnisse ebnen könnte. Doch weder die verschärfte Migrationspolitik der Union noch Pläne zur Ausweitung der Arbeitszeiten konnten den AfD-Aufschwung bisher bremsen.

Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte es bald nahezu unmöglich werden, eine Regierung ohne die AfD zu bilden. Der Aufstieg der Partei spiegelt die wachsende Verärgerung über wirtschaftliche Not und die etablierten Parteien wider. Mit Führungspositionen in Schlüsselregionen und enger werdenden Umfragewerten auf Bundesebene wird ihr Einfluss auf die politische Landschaft Deutschlands weiter zunehmen. Die nächste Wahl wird zeigen, ob sich die traditionellen Konservativen der Zusammenarbeit verweigern können – oder ob die Rechte die Zukunft der Regierungspolitik mitprägt.

Quelle