AfD Niedersachsen schließt Abgeordnete Martina Uhr wegen Vetternwirtschaft aus
Clara FrankeAfD in Niedersachsen im Bundestag will sich von Abgeordneter trennen - AfD Niedersachsen schließt Abgeordnete Martina Uhr wegen Vetternwirtschaft aus
Die rechtspopulistische AfD in Niedersachsen hat die Bundestagsabgeordnete Martina Uhr wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft aus der Partei ausgeschlossen. Die 64-jährige Politikerin steht nun unter Druck, ihr Mandat niederzulegen – andernfalls drohen ihr weitere disziplinarische Maßnahmen durch die Bundespteifraktion.
Uhr zog 2021 über die niedersächsische Landesliste in den Bundestag ein und ist derzeit Mitglied im Umweltausschuss. Der Streit eskalierte, nachdem bekannt wurde, dass sie sowohl ihren Lebensgefährten als auch dessen Tochter in ihrem Abgeordnetenbüro beschäftigt hatte.
Der Landesvorsitzende Andreas Paul verkündete Uhrs Ausschluss aus dem Regionalverband und setzte ihr eine Frist von 24 Stunden, um ihr Bundestagsmandat aufzugeben. Sollte sie dies verweigern, will die AfD Niedersachsen ihre Entfernung aus der gesamten Bundestagsfraktion der Partei betreiben.
Der Fall reiht sich in weitere Vorwürfe der Begünstigung innerhalb des niedersächsischen AfD-Verbands ein. Parteivertreter äußerten sich nicht dazu, ob es in den vergangenen zwölf Monaten ähnliche Vorfälle unter Bundestagsabgeordneten gegeben habe.
Uhrs politische Zukunft im Bundestag hängt nun von ihrer Reaktion auf das Ultimatum ab. Die niedersächsische AfD hat deutlich gemacht, dass sie den Konflikt eskalieren lässt, falls die Abgeordnete nicht nachgibt. Der Schritt unterstreicht die Bemühungen der Partei, interne Streitigkeiten über Personalpraktiken zu bereinigen.






