AfD bleibt trotz Umfrageknick stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern
Clara FrankeAfD reagiert auf Umfrageergebnisse mit 'Ruhigkeit' - AfD bleibt trotz Umfrageknick stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern
Die AfD bleibt in der jüngsten Umfrage zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern trotz eines leichten Rückgangs der Zustimmungswerte stärkste Kraft. Enrico Schult hat sich in einem knapp gewonnenen internen Abstimmungskampf gegen Nikolaus Kramer durchgesetzt und führt nun die Landesliste der Partei an. Die Wahl findet am 20. September 2026 statt – während sich die Umfragewerte verschieben und die politische Landschaft neu formt.
Die AfD verlor seit September drei Prozentpunkte und kommt in der aktuellen Erhebung auf 35 Prozent, nach zuvor 38 Prozent. Dieser Rückgang folgt auf interne Streitigkeiten um die Spitzenkandidatur, die nach Einschätzung einiger Beobachter das Standing der Partei geschwächt haben könnten. Dennoch bleibt die AfD bei den Wählern weiterhin die mit Abstand stärkste Kraft.
Enrico Schult, der nun als Spitzenkandidat feststeht, zeigte sich gelassen angesichts der Umfrageergebnisse. Sein Sieg über Kramer fiel nach einer umstrittenen Abstimmung aus, die die innerparteilichen Gräben widerspiegelt. Gleichzeitig legte die SPD im selben Zeitraum von 19 auf 25 Prozent zu und konnte damit deutlich an Boden gewinnen.
Für die Zukunft hat sich die AfD ehrgeizige Ziele gesetzt: Die Partei strebt an, ihre Zustimmungswerte in Richtung der 40-Prozent-Marke zu treiben und gleichzeitig die direkte Bürgeransprache zu intensivieren. Ob diese Bemühungen den aktuellen Umfrageschwung umkehren können, bleibt abzuwarten.
Die AfD behält in Mecklenburg-Vorpommern zwar die Führung, doch ihre Unterstützung hat leicht nachgelassen. Der Aufstieg der SPD erhöht den Druck im Vorfeld der Wahl 2026. Mit Schult an der Spitze wird sich nun zeigen, ob es der Partei gelingt, verlorenes Terrain zurückzugewinnen – oder zumindest ihren aktuellen Vorsprung zu halten.