05 February 2026, 00:39

Acht Jahre Haft für Maja T. – deutsche Politiker fordern ihre Rückkehr

Eine detaillierte Karte von Ungarn und Rumänien aus dem Jahr 1941, die das geplante Süddeutsche Puffergebiet hervorhebt, mit Städten, Flüssen und anderen geografischen Merkmalen.

Acht Jahre Haft für Maja T. – deutsche Politiker fordern ihre Rückkehr

Ein Budapester Gericht hat Maja T. wegen versuchten schweren Körperverletzungsdelikts und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu acht Jahren Haft verurteilt. Das Urteil löste Kritik deutscher Politiker aus, die die Fairness des Prozesses infrage stellten und ihre Verlegung nach Deutschland forderten.

Die Rechtsvertreter beider Seiten haben bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt, sodass der Fall vorerst unentschieden bleibt.

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst 24 Jahre Haft gefordert, später jedoch einen Deal mit einer Strafe von 14 Jahren vorgeschlagen. Schließlich verhängte das Gericht eine achtjährige Haftstrafe, die der Verteidiger Sven Richwin als Rückschlag für die Anklage bezeichnete. Falls das Urteil Bestand habe, werde man die Verlegung von Maja T. in eine deutsche Haftanstalt beantragen, wo die Bedingungen weniger hart seien, so Richwin.

Deutsche Politiker üben scharfe Kritik am Prozess. Helge Limburg von den Grünen nannte ihn unfair und einen Bruch des Rechtsstaatsprinzips; er forderte die Bundesregierung auf, einzugreifen. Carmen Wegge von der SPD teilte diese Bedenken und erklärte, grundlegende Rechtsprinzipien seien untergraben worden. Die SPD prüft nun rechtliche Wege, um Maja T. nach Deutschland zurückzuholen.

Luke Hoß von der Linken verurteilte die Strafe als überzogen und verlangte ihre sofortige Überstellung. Bisher hat kein anderes EU-Land öffentlich auf die Verurteilung reagiert oder Unterstützung für eine Auslieferung signalisiert.

Die achtjährige Haftstrafe bleibt vorläufig in der Berufungsinstanz, da beide Seiten das Urteil anfechten. Sollte es bestätigt werden, plant das Verteidigungsteam, Maja T.s Verlegung nach Deutschland zu beantragen, wo die Haftbedingungen von denen in Ungarn abweichen.

Deutsche Abgeordnete setzen sich weiterhin für ihre Rückkehr ein, doch andere EU-Staaten haben bisher keine konkreten Schritte in Reaktion auf den Fall unternommen.