04 May 2026, 23:00

3. Mai: Wie Polen seine Verfassung gegen Repressionen verteidigte

Polish propaganda poster for the Polish Revolution featuring a central figure with a human face and text providing event information.

3. Mai: Wie Polen seine Verfassung gegen Repressionen verteidigte

Der 3. Mai hat in Polen eine lange und bewegte Geschichte. Ursprünglich als Tag der Verabschiedung der ersten polnischen Verfassung im Jahr 1791 bekannt, wurde er unter kommunistischer Herrschaft zum Symbol des Widerstands – trotz offizieller Verbote und Repressionen.

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Seit 1990 ist er wieder ein nationaler Feiertag und erinnert an den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Am 3. Mai 1791 trat die erste moderne Verfassung Europas in Polen in Kraft. Doch bereits 1951 verbot die kommunistische Regierung alle öffentlichen Feiern zu diesem Tag. Stattdessen nutzte das Regime den 1. Mai als Propagandainstrument, um die eigene Macht zu demonstrieren.

Trotz des Verbots fanden die Menschen Wege, den 3. Mai im Geheimen zu würdigen. Geheimtreffen, private Gottesdienste und die Verehrung der Jungfrau Maria als ‚Königin Polens‘ wurden zu subtilen Formen des Protests. Besonders unter der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność gewann der Tag an Bedeutung: 1981 gelang es erstmals seit Jahrzehnten, wieder öffentliche Feiern zu organisieren.

Doch die Hoffnung währte nur kurz. Nach der Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 1981 ging das Regime erneut hart gegen alle Kundgebungen zum 3. Mai vor. Erst mit dem Fall des Kommunismus 1990 kehrte der Tag offiziell als nationaler Gedenktag zurück. Heute steht der 3. Mai als Mahnmal für den ungebrochenen Freiheitswillen der Polen. Er erinnert daran, wie Generationen trotz Unterdrückung daran festhielten, ihre Geschichte und Identität nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Seit seiner Wiedereinführung bleibt er ein zentraler Tag der Erinnerung und des Stolzes.

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