18-Jährige droht Abschiebung nach Syrien – SPD-Politikerin kämpft für ihr Bleiberecht in Brandenburg
Lukas BraunKritik an der Abschiebungsdrohung für junge afghanische Frau - 18-Jährige droht Abschiebung nach Syrien – SPD-Politikerin kämpft für ihr Bleiberecht in Brandenburg
Eine 18-jährige afghanische Geflüchtete, die in der Uckermark lebt, droht die Abschiebung in die brandenburgische Ausländerbehörde, nachdem ihr Folgeasylantrag abgelehnt wurde. Die SPD-Abgeordnete Annemarie Wolff hat sich ihres Falls angenommen und argumentiert, dass die engen Bindungen der jungen Frau an Brandenburg ihre Abschiebung nach Syrien verhindern sollten. Der Streitfall liegt nun der brandenburgischen Ausländerbehörde zur Prüfung vor.
Die junge Frau, die kürzlich in Templin ihr Abitur gemacht hat, erhielt zunächst eine Ablehnung ihres Asylantrags durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Behörden planten daraufhin, sie nach Griechenland abzuschieben, wo sie einen geschützten Status besitzt.
Wolff hat die Entscheidung öffentlich infrage gestellt und betont, dass die Integration der Jugendlichen in das lokale Leben in Asylverfahren stärker gewichtet werden müsse. Sie verwies auf das Engagement der jungen Frau in der brandenburgischen Gemeinschaft und warnte davor, sie in einer so entscheidenden Lebensphase abzuschieben.
Der Fall liegt nun bei der brandenburgischen Ausländerbehörde. Ihre Entscheidung wird darüber bestimmen, ob die junge Frau in Deutschland bleiben oder nach Syrien zurückgeschickt wird.
Das Ergebnis dieser Prüfung wird über die Zukunft der 18-Jährigen in der Uckermark entscheiden. Im Falle einer Abschiebung müsste sie ihre schulische Laufbahn und soziale Kontakte in Brandenburg zurücklassen. Zudem könnte der Beschluss einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie künftig Integration in Asylverfahren in Brandenburg berücksichtigt wird.






