Zwischen Jubiläen und Neuanfängen: Wie die Region sich neu erfindet

Zwischen Jubiläen und Neuanfängen: Wie die Region sich neu erfindet
Regionale Gemeinschaften erleben Mischung aus Feiern, Wandel und neuen Entwicklungen
In den vergangenen Monaten gab es in der Region eine bunte Mischung aus Festlichkeiten, Veränderungen und Fortschritten. Von politischen Wiederwahlen und renommierten Auszeichnungen über Infrastrukturprojekte bis hin zu kulturellen Meilensteinen – die Gegend bleibt in Bewegung.
Einer der prägendsten Momente war die Feier zum Tag der Deutschen Einheit, die zeitgleich mit dem 30. Jubiläum des historischen Punkt Alpha stattfand. Während Tausende zusammenkamen, ehrten andere Städte engagierte Bürger und starteten zukunftsweisende Initiativen.
Ende November bestätigten die Wähler in Geisa Bürgermeisterin Manuela Henkel (CDU) mit einem klaren Mandat im Amt: Sie erhielt 63,39 Prozent der Stimmen. Ihre Wiederwahl sichert die Kontinuität in der kommunalen Führung für eine weitere Amtszeit. In Hünfeld setzte sich Bürgermeister Benjamin Tschesnok mit überwältigenden 85,2 Prozent der Stimmen für eine zweite sechsjährige Amtszeit durch, die am 1. April 2026 beginnt.
Die Region feierte ihre Erfolge zudem bei einem Familientag an der Gedenkstätte Punkt Alpha zwischen Rasdorf und Geisa. Die Veranstaltung markierte sowohl den 35. Tag der Deutschen Einheit als auch das 30-jährige Bestehen des historischen Ortes und zog Tausende Besucher an. Für ihr langjähriges Engagement erhielt Rita Baier aus Rasdorf das Bundesverdienstkreuz. Eine weitere Ehrung ging an den Landwirtschaftsverein Hermannsfeld, der für sein Engagement zur Verbesserung der Tierhaltungsstandards mit dem Thüringer Tierschutzpreis 2025 ausgezeichnet wurde.
Im Bereich Infrastruktur wurde bis Ende 2024 ein neuer Radweg zwischen Kaltennordheim und Kaltenwestheim fertiggestellt, der bereits bei Radfahrern sehr beliebt ist. Im Bildungsbereich schließt die Wiesenthal-Grundschule im Wartburgkreis zum Ende des laufenden Schuljahres ihre Türen; die Schüler wechseln dann nach Dermbach. Ein großer Fortschritt im Gesundheitswesen gelang durch eine anonyme Spende in Höhe von 50.000 Euro, die ein neues stationäres Hospizprojekt in der St.-Wendel-Kapelle in Bad Salzungen ermöglicht. Das Vorhaben soll die palliative Versorgung in der Region stärken.
Auch das natürliche Erbe der Region stand im Fokus: Die Felsformation Steinwand bei Poppenhausen wurde von der Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologie offiziell zum Nationalen Geotop erklärt. Unterdessen kehrte Fuldas "Wunschwald" – das Charity-Weihnachtsbaum-Projekt – für sein zweites Jahr zurück und entwickelte sich von einem Pilotprojekt zu einer festen vorweihnachtlichen Tradition.
In Bad Kissingen übergibt die Familie Borst am 14. Februar 2026 das Café Kaisers an Anh Tu Pham, einen 35-jährigen erfahrenen Koch aus Bad Neustadt. Pham, der das Café bereits am Folgetag wiedereröffnet, plant, das bestehende Inventar und etwa zehn Mitarbeiter zu übernehmen, wie Landrat Thomas Bold bestätigte.
Die vergangenen Monate brachten der Region sowohl Wandel als auch Beständigkeit. Neue Amtszeiten, erweiterte Infrastruktur und kulturelle Auszeichnungen spiegeln das anhaltende Wachstum wider. Mit Projekten wie dem Hospiz und dem Radweg können die Bürger im kommenden Jahr weitere Fortschritte erwarten.

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