Rente: Ski-Legende Hilde Gerg geht in die Politik - "Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Skipiste in den Gemeinderat
Die ehemalige Olympische Skimeisterin Hilde Gerg ist in den Gemeinderat von Schönau am Königsee gewählt worden. Die einst als "Wilde Hilde" bekannte Rennläuferin betritt damit zum ersten Mal die politische Bühne – ihr Einstieg folgt auf den Rückzug eines höher platzierten CSU-Kandidaten.
Gerg gewann 1998 in Nagano Olympisches Gold im Slalom. Zudem holte sie im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Weltcup-Medaillen, stand 59 Mal auf dem Podest und feierte 20 Siege. Ihr kämpferischer Fahrstil brachte ihr den Spitznamen "Wilde Hilde" ein.
Bei den Kommunalwahlen im März zog sie als erste Nachrückerin der CSU in den Gemeinderat ein. Franz Graßl, der Spitzenkandidat der Partei, hatte auf sein Mandat verzichtet und ebnete ihr damit den Weg. Für Gerg ist es die erste Amtszeit in der Kommunalpolitik.
Abseits des Skisports setzt sie sich seit Jahren für eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Bayern ein. Als Bürgermeisterin der Gemeinde Grainet trieb sie den Waldschutz voran, ließ ländliche Straßen ausbauen und kämpfte für einen besseren Breitbandausbau. Diese Schwerpunkte betonte sie auch in ihrer Rede vor dem Bayerischen Landtag 2023 sowie bei regionalen Veranstaltungen in diesem Jahr.
Nun bringt Gerg ihre Erfahrungen aus dem Sport und ihrem Engagement für die Region in den Gemeinderat von Schönau am Königsee ein. Ihre Wahl schließt die Lücke, die Graßls Rückzug hinterlassen hat. Die ehemalige Spitzensportlerin will sich weiterhin für Infrastrukturprojekte und Umweltthemen einsetzen.






