07 May 2026, 12:19

Wasserstoff-Offensive scheitert: Millionen-Fördergelder bleiben ungenutzt

Eine Säulendiagramm zeigt die elektrische Energieerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022, mit begleitendem erklärendem Text.

Wasserstoff-Offensive scheitert: Millionen-Fördergelder bleiben ungenutzt

Deutschlands Wasserstoff-Offensive stockt – Millionen an Fördergeldern ungenutzt oder zurückgegeben

Die Bemühungen Deutschlands, Wasserstoff als Energieträger zu etablieren, haben schwere Rückschläge erlitten: Millionen an Subventionen blieben ungenutzt oder wurden zurückerstattet. Trotz ehrgeiziger Pläne hemmen geringe Nachfrage und hohe Kosten den Fortschritt. Kritiker fragen inzwischen, ob die Förderstrategie von Anfang an falsch angelegt war.

Zwischen 2018 und 2025 hatte die Bundesregierung 61 Millionen Euro für den Aufbau von Wasserstofftankstellen bewilligt. Doch nur 16,3 Millionen wurden tatsächlich ausgezahlt – 9 Millionen davon flossen später wegen gestrichener Projekte zurück. Das Programm lief offiziell aus, ohne dass die Investitionen nennenswerte Ergebnisse vorweisen konnten.

Ähnlich verlief es beim Bau von Elektrolyseuren: Von den knapp 120 Millionen Euro, die für 2024 und 2025 vorgesehen waren, erreichten lediglich 4,1 Millionen Euro bis 2025 die Empfänger. Gleichzeitig kämpfte auch die bayerische Landesregierung damit, ihre Wasserstoff-Fördermittel zu vergeben – die Nachfrage blieb schwach.

Fachleute zweifeln daran, dass Wasserstoff kurzfristig zum Massenbrennstoff für Heizungen oder Autos wird, angesichts der hohen Produktionskosten. Stattdessen setzt die Bundesregierung nun auf ein Wasserstoff-Kernnetz, das vor allem industriellen Nutzern dienen soll. Doch selbst mit dieser Neuausrichtung bleibt Deutschland auf große Importe angewiesen – ähnlich wie bei Erdgas.

Bis Ende 2025 war zwar mehr als die Hälfte der knapp 142 Millionen Euro für Energieforschungszuschüsse vergeben worden. Doch die zögerliche Inanspruchnahme in anderen Bereichen zieht Kritik auf sich. Die Grünen-Politiker Martin Stümpfig und Markus Büchler warfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor, öffentliche Gelder in undurchführbare Projekte verschwendet zu haben.

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Die Probleme der Wasserstoffbranche hinterlassen Deutschland mit ungenutzten Mitteln und verfehlten Zielen. Die industrielle Nutzung bleibt der einzige klare Schwerpunkt, während andere Anwendungen eine ungewisse Zukunft haben. Da Importe weiterhin nötig sind, bleibt die Energiewende in diesem Bereich ein unvollendetes Vorhaben.

Quelle