Vogelgrippe f√ľhrt zu Eiersch√§rfen - Vogelgrippe in Sachsen führt zu Eierknappheit über Weihnachten
Sachsen kämpft mit Eierknappheit nach Ausbrüchen der Vogelgrippe
Nach Ausbrüchen der Vogelgrippe in lokalen und europäischen Betrieben leidet Sachsen unter einem Mangel an Eiern. Das Problem verschärfte sich vor Weihnachten, als die Nachfrage nach Backzutaten und festlichen Leckereien stark anstieg. Im Januar rechnet die Region mit weiteren Engpässen, da sich die Bestände nach massenweisen Keulungen nur langsam erholen.
Im November und Dezember 2025 hatte die hochpathogene aviare Influenza (HPAI) sächsische Geflügelhöfe heimgesucht. Rund 1,5 Millionen Legehennen wurden gekeult, darunter ein großer Betrieb bei Radeburg. Nach EU-Vorschriften müssen betroffene Höfe monatelang geschlossen bleiben, was die Wiederbestockung verzögert.
Die Knappheit kam zur Unzeit: Supermärkte meldeten leere Regale, da Verbraucher für das Weihnachtsbacken hamsterten. Obwohl Sachsen mit etwa 4 Millionen Hennen unter normalen Bedingungen den Eigenbedarf decken könnte, führten die Keulungen und Verzögerungen bei der Wiederaufstockung zu Lieferengpässen. Auch andere große Eierproduzenten wie Polen und die Niederlande kämpfen mit der Vogelgrippe – die Versorgung in ganz Europa ist dadurch angespannt. Der Sächsische Geflügelverband erwartet zwar eine leichte Entspannung im Januar, doch wegen gestiegener Produktionskosten werden die Preise voraussichtlich um 3 bis 5 Cent steigen.
Die Vogelgrippe-Welle hat Sachsen vorübergehend in eine Eierkrise gestürzt, besonders zur hochfrequentierten Weihnachtszeit. Da die Bestände schrittweise wieder aufgefüllt werden, sollte sich die Lage Anfang 2026 langsam normalisieren. Verbraucher müssen jedoch mit höheren Preisen rechnen, da die Produktionskosten steigen.