VfB Lübeck sperrt Auswärtsfans nach gewaltsamen Ausschreitungen bei Heimspiel
Clara FrankeVfB Lübeck verzichtet auf Fans nach Ausschreitungen - VfB Lübeck sperrt Auswärtsfans nach gewaltsamen Ausschreitungen bei Heimspiel
VfB Lübeck bestreitet nächstes Auswärtsspiel ohne Gäste-Fans
Die Entscheidung fällt nach gewalttätigen Auseinandersetzungen, die sich nach der 0:2-Niederlage der Mannschaft gegen Hamburger SV II am vergangenen Freitag ereignet hatten. Der Verein verurteilte die Ausschreitungen scharf und ergreift nun umgehend Konsequenzen.
Die Unruhen brachen nach der Heimniederlage Lübecks in der Regionalliga Nord aus. Mehr als 50 Personen gerieten in eine Schlägerei, bei der sechs Menschen leicht verletzt wurden. Als Reaktion schlug der Verein vor, für das kommende Auswärtsspiel beim FSV Schöningen bei Braunschweig keine Gäste-Fans zuzulassen. Die Gastgeber stimmten der Maßnahme zu.
Im Elmstadion wird es für die Partie keinen separaten Gästeblock geben. Tickets werden am Spieltag nicht verkauft, und Anhänger, die bereits welche erworben haben, können diese an der VfB-Geschäftsstelle zurückgeben. Der Verein betont, dass er jede Form von Gewalt entschieden ablehnt.
Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall intensiviert, wertet Videoaufnahmen aus und befragt Zeugen. In ähnlichen Fällen hatten die Behörden bereits die Präsenz von Einsatzkräften verstärkt, Pfefferspray eingesetzt und Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet. Nach einem Spiel im November 2025 in Österreich wurden acht Tatverdächtige im Alter von 19 bis 48 Jahren nach einer Razzia juristisch belangt. Lübeck arbeitet eng mit den laufenden Ermittlungen zusammen und hat die Sicherheitsvorkehrungen für künftige Spiele verschärft.
Das Verbot für Auswärtsfans soll weitere Störungen bei der Partie am Freitag verhindern. Fans, die bereits Tickets gekauft haben, können diese vor dem Spiel an der Vereinsgeschäftsstelle erstatten. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen der Gewaltvorfälle – gegen Beteiligte könnten Anklagen erhoben werden.






