06 February 2026, 20:35

Verdi droht mit massiven Warnstreiks vor Tarifrunde im Februar

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate in der Hand und steht vor einem Gebäude, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts daneben steht, während sie in Deutschland protestieren.

Verdi fordert Streikwarnung im öffentlichen Dienst - Verdi droht mit massiven Warnstreiks vor Tarifrunde im Februar

Verdi erhöht Druck vor nächster Tarifrunde für öffentliche Beschäftigte

Vor der anstehenden Verhandlungsrunde zu den Löhnen im öffentlichen Dienst verschärft die Gewerkschaft Verdi den Druck. Die Gespräche, die vom 11. bis 13. Februar in Potsdam stattfinden sollen, werden von weitreichenden Warnstreiks in der Region Saar-Trier begleitet – diese sind für den 10. Februar angesetzt und richten sich gegen zentrale landeseigene Einrichtungen und Behörden.

Die Forderungen von Verdi bleiben unverändert: Die Gewerkschaft pocht auf eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro zusätzlich erhalten, und die Laufzeit des Tarifvertrags muss zwölf Monate betragen. Zudem soll die umstrittene Hamburger Zulage – derzeit 100 Euro – bis Mai 2027 auf 115 Euro steigen.

Die Streiks werden den Betrieb an wichtigen Standorten lahmlegen, darunter das Universitätsklinikum des Saarlandes, die Universität des Saarlandes und die Landesstraßenbauverwaltung. Auch in allen Landesministerien sowie der Arbeitskammer wird es zu Arbeitsniederlegungen kommen. Notdienste im Universitätsklinikum bleiben jedoch wie gewohnt aufrechterhalten.

Noch vor den Streiks hat Verdi für den 10. Februar um 11:30 Uhr einen Demonstrationszug mit Kundgebung in Saarbrücken organisiert. Die Aktion soll die Geschlossenheit der Belegschaften zeigen und die Verhandlungsposition der Gewerkschaft vor der anstehenden Tarifrunde stärken.

Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 11. Februar. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Einschränkungen im öffentlichen Dienst folgen. Das Ergebnis wird über die Bezahlung und Arbeitsbedingungen von Zehntausenden Beschäftigten in ganz Deutschland entscheiden.