24 April 2026, 10:43

UN-Resolution 1325: 25 Jahre Kampf für Frauenrechte in Krisengebieten

Gruppe von Frauen mit einem Banner, auf dem "Frieden oder Krieg, Abstimmung" steht, vor einem Gebäude, einer Pflanze, einem Straßenpfahl und einem bewölkten Himmel.

UN-Resolution 1325: 25 Jahre Kampf für Frauenrechte in Krisengebieten

Große UN-Konferenz in Wien markiert 25. Jahrestag der Resolution 1325 zu "Frauen, Frieden und Sicherheit"

Vor einem Vierteljahrhundert verabschiedete die UN-Resolution 1325 ein historisches Dokument, das die schweren Folgen bewaffneter Konflikte für Frauen anerkennt und gleichzeitig ihre unverzichtbare Rolle beim Friedensaufbau betont. Doch trotz der erreichten Fortschritte warnen Expert:innen nun, dass die jüngsten Zunahmen von Gewalt und die Rekordausgaben für Rüstung hart erkämpfte Erfolge gefährden.

Am 31. Oktober 2000 nahm der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 ohne Gegenstimme an. Das bahnbrechende Abkommen forderte verstärkten Schutz für Frauen in Kriegsgebieten sowie ihre Einbindung in Friedensprozesse. Pramila Patten, die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für sexuelle Gewalt in Konflikten, bezeichnete die Resolution später als einen Wendepunkt, der die "Friedens- und Sicherheitspolitik für immer veränderte".

Doch die Realität sieht heute düster aus: Über 676 Millionen Frauen leben in einem Umkreis von 50 Kilometern zu aktiven Konfliktgebieten. Berichte verzeichnen zudem einen alarmierenden Anstieg um 87 Prozent bei bestätigten Fällen konfliktbedingter sexualisierter Gewalt – und das innerhalb nur zweier Jahre. Auf der Wiener Konferenz warnte Patten, dass die Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter nun zurückgedreht werden.

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Auch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger teilte diese Sorgen. Sie betonte, dass Krisen und Konflikte Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark gefährdeten. Ohne ihre Mitwirkung, so ihr Argument, blieben Friedensbemühungen unvollständig. Gleichzeitig erreichen die globalen Militärausgaben mit 2,7 Billionen US-Dollar einen neuen Höchststand – was die Sicherheit gefährdeter Gruppen zusätzlich belastet.

Die Konferenz in Wien machte sowohl die Errungenschaften als auch die Herausforderungen der Resolution 1325 deutlich. Zwar hat das Abkommen die Politik zur Rolle von Frauen im Friedensprozess nachhaltig geprägt, doch die eskalierende Gewalt und die steigenden Rüstungsbudgets bergen wachsende Risiken. Nun steht die internationale Gemeinschaft vor der Aufgabe, diese Rückschläge umzukehren und gleichzeitig die zentralen Verpflichtungen der Resolution zu verteidigen.

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