28 March 2026, 18:18

Tiger in Pattaya: Zwischen Ausbeutung und schwachem Artenschutz in Thailands Touristenparks

Eine Seite aus einem Buch mit einer Zeichnung einer Gruppe von Menschen und Tieren, darunter ein Tiger, sowie begleitendem Text.

Tiger in Pattaya: Zwischen Ausbeutung und schwachem Artenschutz in Thailands Touristenparks

Ein tiefes, grollendes Brüllen hallt durch den Tiger Park in Pattaya, wo Reihen gefangener Tiger unter der sengenden Sonne liegen. Während die Zahl der wildlebenden Tiger in Thailands Schutzgebieten langsam auf etwa 200 gestiegen ist, wachsen die Bedenken über die Haltung der Tiere in Touristenattraktionen. Zwar gibt es strenge Gesetze zum Schutz dieser Raubtiere, doch schwache Durchsetzung und Korruption lassen sie oft schutzlos zurück.

Tigerjunge werden immer wieder gezüchtet, um den Besuchern neue Attraktionen zu bieten. Trainer brechen ihren Willen früh, manchmal mit Metallstangen, um Gehorsam zu erzwingen. Das Ergebnis: eine Reihe ungewöhnlich zahmer ausgewachsener Tiger, die kaum reagieren, wenn Touristen ihr Fell streicheln oder sich für Selfies mit ihnen ablichten lassen.

Tierschutzorganisationen werfen den Parkbetreibern vor, die Tiger ausschließlich zur Profitmaximierung auszubeuten, ohne einen echten Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Viele der gefangenen Tiere haben eine ungewisse Zukunft – es gibt den Verdacht, dass einige in den illegalen Handel mit Tigerknochen, Fellen und anderen Produkten geraten.

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Unterdessen wenden sich immer mehr europäische Touristen von solchen Attraktionen ab. Elefantenritte und Tiger-Selfies, einst beliebt, stoßen zunehmend auf ethische Kritik. Doch die Parks bleiben in Betrieb, geschützt durch lasche Kontrollen und anhaltende Korruption.

Thailands wilde Tiger zeigen vorsichtige Anzeichen einer Erholung, doch die in Gefangenschaft bleiben in einem Teufelskreis aus Zucht und Ausbeutung gefangen. Solange die Durchsetzung der Schutzgesetze unzureichend bleibt, hängt ihr Schicksal von einem Umdenken der Touristen und strengeren behördlichen Maßnahmen ab. Der Kontrast zwischen Fortschritten im Artenschutz und kommerzieller Ausbeutung lässt ihr langfristiges Überleben in der Schwebe.

Quelle