29 April 2026, 10:08

Taxi-Streit in Mexiko eskaliert vor der WM 2026: Flughafenblockade und ungelöste Konflikte

Ein Plakat mit einer farbcodierten Karte von Mexiko, die die Einflussgebiete der Kartelle mit begleitendem erklärendem Text zeigt.

Taxi-Streit in Mexiko eskaliert vor der WM 2026: Flughafenblockade und ungelöste Konflikte

Die Spannungen zwischen lizenzierten Taxifahrern und Fahrvermittlungsdiensten in Mexiko haben sich vor der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 weiter zugespitzt. Am 11. März 2026 blockierten Taxifahrer am Flughafen Mexiko-Stadt (AICM) für fast drei Stunden die Zufahrten zu den Terminals 1 und 2 als Protestaktion. Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorwürfe wegen unlauteren Wettbewerbs und des Zugangs zu Fluggästen – eine Lösung durch die Regierung ist bisher nicht in Sicht.

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Der Konflikt hat seine Wurzeln in langjährigen Meinungsverschiedenheiten über die Flughafenregulierung. Die lizenzierten Taxifahrer werfen appbasierten Diensten wie Uber und Didi vor, sie wirtschaftlich zu untergraben, und fordern die Behörden auf, diese daran zu hindern, Fahrgäste aufzunehmen. Uber jedoch erwirkte 2025 eine einstweilige Verfügung, die es den Fahrern erlaubt, an allen mexikanischen Flughäfen zu operieren, ohne mit Bußgeldern oder der Beschlagnahmung ihrer Fahrzeuge rechnen zu müssen.

Die Verfügung verbietet den Behörden zudem, Uber-Fahrzeuge willkürlich festzuhalten. Dennoch wirft das Unternehmen der Nationalgarde vor, weiterhin Kontrollen durchzuführen, und warnt, dass weitere Zuwiderhandlungen Sanktionen nach sich ziehen könnten. Gleichzeitig behauptet die Gewerkschaft der lizenzierten Fahrer, das Ministerium für Infrastruktur, Kommunikation und Verkehr (SICT) habe sie von Gesprächen über die Flughafenbestimmungen ausgeschlossen.

Da Mexiko die Weltmeisterschaft 2026 mitausrichtet, verschärft der Zeitpunkt des Streits die Lage. Das Land erwartet einen massiven Besucherandrang, was Sorgen vor Transportbehinderungen aufkommen lässt. Doch die Regierung hat bisher weder zu den Protesten noch zu den rechtlichen Schutzmaßnahmen für Uber klar Stellung bezogen.

Die Auseinandersetzung bleibt ungelöst: Die Taxifahrer bestehen auf strengere Kontrollen gegen Fahrvermittlungs-Apps, während Uber auf die Rechtmäßigkeit seiner Dienste pocht. Die Untätigkeit der Regierung verlängert die Unsicherheit – mit möglichen Folgen für den Transportsektor, während sich Mexiko auf den bevorstehenden Touristenansturm vorbereitet.

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