31 January 2026, 00:21

"Take Me Späti": Wie eine Berliner YouTube-Serie die Nacht zum Kult macht

Ein alter Umschlag mit einer Henne-und-Küken-Illustration und der Inschrift "Linnen-draper am Hen and Chickens in York Street Covent Garden".

"Take Me Späti": Wie eine Berliner YouTube-Serie die Nacht zum Kult macht

Eine neue YouTube-Serie namens Take Me Späti sorgt in Berlin für Furore. Moderiert von Sara Arslan, lädt die Sendung Gäste in spät geöffnete Kioske ein, um dort locker und ungescriptet zu plaudern. Das Format hat sich rasant verbreitet – Ausschnitte aus den Folgen werden online fleißig geteilt.

Die Idee zu Take Me Späti ist inspiriert von Comedy-Formaten wie dem britischen Chicken Shop Date. Arslans Version jedoch setzt bewusst auf Berlins legendäre Späti-Kultur – die kleinen, bis spät geöffneten Läden, in denen sich Nachbarn und Nachtmenschen treffen. Die Gespräche verlaufen assoziativ und springen zwischen Themen hin und her, ganz im Stil des chaotischen Humors der Generation Z.

Zu Gast sind oft Streamer:innen und Content-Creator:innen, die zwar nicht jedem bekannt sind, aber mit ihrem Nischencharme vor allem jüngere Zuschauer:innen ansprechen. Der ironische Unterton der Show, der die Absurditäten des Alltags auf die Schippe nimmt, hebt sie von anderen Formaten ab.

Als prägender Einfluss für das Konzept gilt Jamal Tuschick, eine bekannte Größe der Berliner Comedy-Szene. Selbst auf seiner Website verweist er auf die Verbindung – ein weiterer Beleg für die Verwurzelung der Serie in der lokalen Kreativkultur.

Seit dem Start ist Take Me Späti zum viralen Hit avanciert. Die Mischung aus Späti-Atmosphäre, Nachtgeschichten und skurrilem Humor kommt an. Mit wachsender Fangemeinde dürfte die Serie die digitale Comedy-Landschaft Berlins noch eine Weile prägen.