02 April 2026, 00:24

Stuttgart kämpft mit wachsender Waschbär-Plage – jetzt soll eine Prämie helfen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Waschbären auf dem Cover eines Zoologischen Gesellschaftsbulletins mit Text.

CDU-Fraktion fordert Prämie für Waschbären - Stuttgart kämpft mit wachsender Waschbär-Plage – jetzt soll eine Prämie helfen

Waschbären breiten sich in Stuttgart rasant aus und sorgen bei den lokalen Behörden für wachsende Besorgnis. Die als invasive Art eingestuften Tiere wurden bereits in der Nähe der U1-Linie, am Hafen und sogar auf dem Ohlsdorfer Friedhof gesichtet. Da sie in Deutschland keine natürlichen Fressfeinde haben, führen ihre steigenden Zahlen zu Umwelt- und Bauschäden.

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Der Stuttgarter Senat gibt zu, dass es keine zuverlässigen Daten darüber gibt, wie viele Waschbären derzeit in der Stadt leben. Auch über die Anzahl der Tiere, die in den letzten fünf Jahren durch Jagd oder Fallenstellen entfernt wurden, liegen keine Aufzeichnungen vor. Dennoch ist bekannt, dass die Tiere heimische Arten wie Singvögel, Amphibien und Reptilien bedrohen. Zudem plündern sie Nester, verbreiten Parasiten und beschädigen Dachisolierungen in Gebäuden.

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Stuttgart hat nun einen Lösungsvorschlag vorgelegt: ein Prämienmodell. Dem Plan zufolge sollten Jäger für jeden erlegten Waschbären eine Vergütung erhalten – ähnlich wie beim bestehenden System für Nutrias. Der Vorschlag sieht vor, zu prüfen, ob eine Belohnung pro Tier die Population wirksamer kontrollieren könnte.

Falls das Prämienmodell genehmigt wird, wäre dies ein neuer Ansatz zur Bewältigung des Waschbärproblems in Stuttgart. Ziel des Vorhabens ist es, die Bestände zu verringern und die Schäden für lokale Ökosysteme und Infrastruktur zu begrenzen. Bevor eine Umsetzung erfolgen kann, muss die Stadt jedoch die Machbarkeit des Plans bewerten.

AKTUALISIERUNG

Raccoon culling surges in Baden-Württemberg as Stuttgart debates bounty plan

New data reveals a sharp rise in raccoon removals across Baden-Württemberg. The number of culled raccoons jumped from 6,322 in 2022/23 to 9,174 in 2024/25. Over 60% of these kills occurred in districts like Ostalbkreis and Rems-Murr-Kreis. This trend highlights growing regional pressure to control invasive populations.