Sturm "Elli" legt Braunschweig lahm – Stadtrat prüft Winterdienst-Versagen bei Schneechaos
Marie SchulzSturm "Elli" legt Braunschweig lahm – Stadtrat prüft Winterdienst-Versagen bei Schneechaos
Sturm „Elli“ bringt Braunschweig mit heftigen Schneefällen zum Erliegen – jetzt fordert der Stadtrat eine Überprüfung des Winterdienstes
Der Sturm „Elli“ hat Braunschweig mit starken Schneefällen überzogen und in der gesamten Stadt für massive Behinderungen gesorgt. Straßen, Radwege und der öffentliche Nahverkehr litten unter erheblichen Verzögerungen, viele Bereiche blieben tagelang ungeräumt. Nun verlangen lokale Stadträte eine umfassende Prüfung der Winterdienste, die vom Entsorgungsunternehmen ALBA erbracht werden.
Der Sturm traf die Stadt mit voller Wucht: Straßen wie die Leonhardstraße oder die Museumstraße waren über lange Zeit teilweise oder komplett blockiert. Die Räumteams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch frisch freigeräumte Straßen waren unter dem anhaltenden Schneefall schnell wieder unpassierbar. Noch schlechter erging es den Radwegen – einige wurden erst alle 19 Stunden geräumt, was scharfe Kritik auslöste.
In einer Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung monierte die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS, dass ALBAs aktuelle Personal- und Ausstattungskapazitäten für langanhaltende Schneeereignisse nicht ausreichten. Die Fraktion forderte eine detaillierte Aufschlüsselung der zusätzlichen Kosten, die für eine Verbesserung der Abläufe nötig wären. Zudem wies sie darauf hin, wie die mangelhafte Schneeräumung die Ziele des Mobilitätsentwicklungsplans 2035 untergraben habe, der nachhaltige Verkehrsformen stärken soll.
Nach Debatten sowohl im Mobilitätsausschuss als auch im Verwaltungsausschuss beschloss der Stadtrat schließlich einen Antrag auf eine vollständige Bewertung der Winterdienstleistungen von ALBA. Die Prüfung soll Personalstärke, technische Ressourcen und Reaktionszeiten bei Extremwetter analysieren.
Die Entscheidung bedeutet, dass ALBAs Wintereinsätze nun unter schärferer Beobachtung stehen. Ein Bericht zu Personal, Ausstattung und Kosten soll künftige Verbesserungen steuern. Ziel ist es, die Verzögerungen und Gefahren, wie sie während Sturm „Elli“ auftraten, künftig zu vermeiden.






