27 March 2026, 16:13

SPD streitet über Steuerreformen: Mehrwertsteuer-Erhöhung und gerechtere Lastenverteilung

Deutsches Propagandaplakat mit zwei Männern in Mützen und Zigarettenrauch mit Text.

SPD streitet über Steuerreformen: Mehrwertsteuer-Erhöhung und gerechtere Lastenverteilung

In Deutschland kommt die Debatte über Steuerreformen in Fahrt – mit deutlichen Positionen aus den Reihen der SPD. Anke Rehlinger, die saarländische Ministerpräsidentin und SPD-Politikerin, übt scharfe Kritik an Plänen, den regulären Mehrwertsteuersatz anzuheben. Gleichzeitig gewinnen Diskussionen über Erbschaftsteuer, Entlastungen bei der Einkommensteuer und Änderungen bei der Besteuerung von Ehepaaren an Fahrt.

Laut Berichten erwägt die Bundesregierung, den regulären Mehrwertsteuersatz von derzeit 19 auf 21 Prozent zu erhöhen. Rehlinger zeigt sich jedoch skeptisch: Eine solche Anhebung würde einkommensschwächere Haushalte überproportional belasten, argumentiert sie.

Gleichzeitig unterstützt die Ministerpräsidentin andere Steuerreformen. So befürwortet sie die Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Zudem spricht sie sich für eine Erhöhung der Erbschaftsteuer aus, um die Staatseinnahmen zu stärken und eine gerechtere Besteuerung zu erreichen. Darüber hinaus schlägt sie vor, 95 Prozent der Steuerzahler bei der Einkommensteuer zu entlasten, während Spitzenverdiener stärker zur Kasse gebeten werden sollen.

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In offiziellen Unterlagen finden sich bisher keine Hinweise auf eine geplante Anhebung des regulären Mehrwertsteuersatzes. Vielmehr werden dort nur Senkungen erwähnt – etwa der ermäßigte Satz für die Gastronomie (von 19 auf 7 Prozent) oder mögliche Ermäßigungen im Bereich des Busverkehrs. Die SPD bereitet sich nun darauf vor, ihre Reformagenda auf einem Parteitag an diesem Freitag vorzustellen.

Als möglicher Kompromiss wird diskutiert, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent zu senken und gleichzeitig die Steuern auf Arbeitseinkommen zu reduzieren – falls der reguläre Satz steigen sollte. Damit soll die Belastung für Verbraucher und Arbeitnehmer ausgeglichen werden.

Der anstehende SPD-Parteitag wird Klarheit über die Haltung der Partei zu den Steuerreformen bringen. Rehlingers Vorschläge zielen darauf ab, soziale Ungleichheit zu verringern und gleichzeitig die Haushaltsstabilität zu wahren. Die Ergebnisse könnten die deutsche Steuerpolitik in den kommenden Monaten prägen.

Quelle