29 March 2026, 06:16

Siemens Healthineers in der Krise: Wie die Gesundheitsreform den Medizintechnik-Riesen bedroht

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Siemens Healthineers in der Krise: Wie die Gesundheitsreform den Medizintechnik-Riesen bedroht

Siemens Healthineers gerät unter Druck: Gesundheitsreformen in Deutschland gefährden das Kerngeschäft

Die Aktien von Siemens Healthineers haben ein neues 52-Wochen-Tief erreicht und notieren bei nur noch 35,66 Euro – ein weiterer Rückschlag für den Medizintechnik-Konzern, der mit sinkenden Facharztbesuchen und anstehenden Reformen im deutschen Gesundheitssystem zu kämpfen hat. Ein politischer Vorstoß zur Straffung der Überweisungspraxis könnte die Nachfrage nach hochwertigen Diagnosegeräten des Unternehmens langfristig verändern.

Ein Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen zielt darauf ab, unnötige medizinische Untersuchungen zu reduzieren und Ressourcen effizienter einzusetzen. Dem Plan zufolge sollen Patienten künftig eine Überweisung vom Hausarzt benötigen, bevor sie einen Facharzt aufsuchen. Diese Änderung könnte die Zahl der Facharztkonsultationen verringern – ein zentraler Absatzmarkt für Siemens Healthineers, das stark auf fortschrittliche Bildgebungs- und Diagnosesysteme setzt.

Die Aktie des Unternehmens liegt seit Jahresbeginn 2026 kontinuierlich im Minus und hat zwischen 18 und 28 Prozent verloren. Bis Ende März pendelte der Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief von 36 bis 37 Euro, bevor er weiter auf 35,66 Euro abrutschte. Die Deutsche Bank stufte die Aktie kürzlich auf "Halten" herab – ein Zeichen für die wachsende Skepsis der Anleger.

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Bundesweit wird nun über eine schrittweise Einführung des neuen Überweisungssystems diskutiert, möglicherweise ab 2028. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte dies die langfristige Nachfrage nach den Technologien von Siemens Healthineers schwächen, da weniger Facharztbesuche auch zu einer geringeren Auslastung der Geräte führen dürften.

Die Verluste der Aktie belaufen sich im Jahresverlauf bereits auf fast 20 Prozent, was die Sorgen um die Zukunft des Unternehmens weiter verstärkt. Angesichts der Reformen, die auf mehr Effizienz im Gesundheitswesen abzielen, steht Siemens Healthineers vor der Herausforderung, sein Geschäftsmodell anzupassen. Entscheidend wird sein, wie flächendeckend das neue Überweisungssystem in Deutschland eingeführt wird.

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