SECO-IT-Panne lässt Arbeitslose monatelang auf Hilfsgelder warten
Defektes IT-System beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) führt zu massiven Verzögerungen bei Arbeitslosenhilfe
Ein fehlerhaftes IT-System des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) sorgt für erhebliche Verzögerungen bei der Auszahlung von Arbeitslosenunterstützung. Trotz Versprechen auf eine schnelle Lösung warten viele Antragsteller weiterhin auf ihr Geld – einige geraten dadurch in finanzielle Not. Das Problem stößt mittlerweile bei Abgeordneten wie Betroffenen auf scharfe Kritik.
Ursache der Misere ist das neue Zahlungssystem des SECO, das seit seiner Einführung unzuverlässig arbeitet. Statt die Effizienz zu steigern, hat es zu zusätzlichen Kosten und anhaltenden Verzögerungen geführt. Wirtschaftsminister Guy Parmelin, der dem SECO vorsteht, steht unter Druck, die Situation umgehend zu bereinigen.
Frühere Zusagen, der Rückstau werde bald abgebaut, haben sich nicht bewahrheitet. SECO-Direktorin Helene Budliger Artieda und die Projektverantwortlichen werden vorgeworfen, die Schwere des Problems verharmlost zu haben. Da keine klare Lösung in Sicht ist, mehren sich die Forderungen, dass der Bund etwaige Verzugsgebühren für die Betroffenen übernehmen soll.
Die Verzögerungen bringen Arbeitslose in existenzielle Schwierigkeiten: Viele kämpfen mit der Begleichung von Rechnungen, da Zahlungen wochen- oder sogar monatelang ausbleiben. Kritiker monieren, der Bundesrat – dem das SECO unterstellt ist – müsse die Verantwortung für die anhaltenden Störungen übernehmen.
Falls es dem SECO nicht bald gelingt, die Systemfehler zu beheben, könnte Minister Parmelin gezwungen sein, öffentlich Stellung zu nehmen. Die finanziellen Folgen für die Antragsteller bleiben ein dringendes Problem. Ohne rasches Handeln drohen sich die Verzögerungen weiter zu verschärfen – und die Belastung für ohnehin schon Arbeitslose zusätzlich zu erhöhen.






