Schleswig-Holstein verzichtet auf landeseigenen Wohnungsbau – und setzt auf Beratung statt Taten
Marie SchulzNord-SPD fordert Wohnungsgenossenschaft - Schleswig-Holstein verzichtet auf landeseigenen Wohnungsbau – und setzt auf Beratung statt Taten
Pläne für ein landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein gescheitert
Die Gründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens in Schleswig-Holstein ist gescheitert, nachdem Abgeordnete einen entsprechenden Vorschlag der SPD abgelehnt hatten. Die Partei hatte das Vorhaben vorangetrieben, um der wachsenden Knappheit an bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken. Stattdessen erhielt ein konkurrierender Plan für eine Beratungsstelle im Wohnungswesen Zustimmung.
Der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck warnte, dass in den kommenden Jahren rund 18.000 Sozialwohnungen im Land ihren geförderten Status verlieren werden. Er betonte die Dringlichkeit, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nannte jedoch keine konkreten Regionen, die besonders betroffen wären.
Die SPD hatte gefordert, ein staatliches Unternehmen aufzubauen, das Grundstücke erschließt und einen Wohnungsbestand verwaltet. Ihr Antrag scheiterte jedoch am Widerstand von CDU, Grünen und FDP, während sich die SSW der Stimme enthielt. Die regierende Koalition argumentierte, ein landeseigener Wohnungsbauer sei nicht notwendig.
Stattdessen unterstützten CDU, Grüne und SSW einen alternativen Ansatz: eine Beratungsagentur, die Kommunen in Wohnungsfragen berät. Der Plan der Landesregierung setzt auf Unterstützung statt auf direkten Wohnungsbau. Die SPD kritisierte dies als unzureichend, um den drohenden Verlust an Sozialwohnungen abzuwenden.
Mit der Ablehnung ist die Wohnungsbaustrategie der SPD vorerst blockiert. Angesichts der 18.000 gefährdeten geförderten Wohnungen dürfte die Debatte über bezahlbaren Wohnraum in Schleswig-Holstein weitergehen. Die Beratungsagentur wird ihre Arbeit aufnehmen – doch ihre Wirkung bleibt abzuwarten.






