24 January 2026, 06:04

Schleswig-Holstein bleibt 2025 mit 5,5 Prozent Krankschreibungs-Spitzenreiter

Ein detailliertes altes Stadtplan von Schleswig-Holstein, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten bereitstellt.

DAK: Krankheitsfehlzeiten in Schleswig-Holstein stabil - Schleswig-Holstein bleibt 2025 mit 5,5 Prozent Krankschreibungs-Spitzenreiter

Schleswig-Holstein verzeichnete 2025 eine Krankschreibungsquote von 5,5 Prozent – deutlich über dem Bundesschnitt. Arbeitnehmer:innen im Land fehlten im Schnitt 20 Tage wegen Krankheit, was dem Vorjahresniveau entspricht. Die Techniker Krankenkasse fordert nun dringend Untersuchungen, warum Norddeutschland mit besonders hohen Fehlzeiten zu kämpfen hat.

Psychische Erkrankungen waren der Hauptgrund für Krankschreibungen in Schleswig-Holstein. Sie verursachten 415 ausgefallene Arbeitstage pro 100 Versicherte. Auch Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden trugen maßgeblich zu den Fehlzeiten bei.

Die Quote von 5,5 Prozent lag damit 2,4 Prozentpunkte über dem deutschen Durchschnitt. Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wiesen die höchsten Fehlzeiten im Ländervergleich auf, während Baden-Württemberg die niedrigste Rate verzeichnete. Cord-Eric Lubinski, Techniker-Landeschef, betonte, dass bessere Arbeitsbedingungen und eine unterstützende Unternehmenskultur die Fehlzeiten senken könnten. Er verwies darauf, dass bestehende Gesundheitsprogramme für gesetzlich Versicherte in Schleswig-Holstein kaum genutzt würden. Bisher gebe es keine gezielten regionalen Initiativen, die hohe Krankschreibungen reduzieren oder betriebliche Gesundheitsförderung vorantreiben. Die Techniker Krankenkasse rief Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzte und Versicherer zum gemeinsamen Handeln auf. Ziel sei es, neue Lösungen zu entwickeln, die gesündere Arbeitsumfelder schaffen und langfristige Ausfälle verringern.

Die Krankschreibungsquote in Schleswig-Holstein bleibt 2025 unverändert hoch, mit psychischen Erkrankungen als häufigster Ursache. Die Techniker Krankenkasse unterstreicht die Notwendigkeit gemeinsamer Maßnahmen und weiterer Forschung, um das Problem zu bewältigen. Ohne gezielte Gegensteuerung werde der Nordstaat voraussichtlich weiterhin über dem Bundesschnitt liegen.