10 May 2026, 21:10

Sanitas wegen täuschender Werbung für Krankenversicherung verurteilt

Blauer Plakat mit der Überschrift "Gesetz zur Gesundheitsversorgung in Zahlen" und Text "14,5 Millionen Menschen haben sich für den Schutz angemeldet."

Sanitas wegen täuschender Werbung für Krankenversicherung verurteilt

Der Schweizer Krankenversicherer Sanitas ist wegen irreführender Werbeversprechen in die Kritik geraten. Das Unternehmen warb damit, als einziger Anbieter einen vollständigen Versicherungsschutz für Menschen mit Vorerkrankungen zu bieten. Doch ein aktuelles Urteil stellte fest, dass diese Zusagen unlauter und täuschend waren.

Sanitas hatte eine vielbeachtete Werbekampagne gestartet, die mediale Aufmerksamkeit erregte und sogar mit einem Branchenpreis ausgezeichnet wurde. In den Anzeigen hieß es, die Zusatzversicherungen des Unternehmens würden Personen mit Vorerkrankungen umfassend absichern. Viele Verbraucher gingen daraufhin davon aus, unabhängig von ihrer Krankengeschichte eine garantierte Aufnahme zu erhalten.

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Ein Mann mit Morbus Crohn beantragte auf Grundlage dieser Versprechen eine Versicherung – doch Sanitas lehnte seinen Antrag ab, obwohl die Werbung genau das Gegenteil suggeriert hatte. Die Entscheidung stand damit im direkten Widerspruch zu den öffentlichen Zusagen des Unternehmens.

Die Fairness-Kommission prüfte den Fall und entschied gegen den Versicherer. Sie kam zu dem Schluss, dass die Werbung irreführend war, da das Unternehmen seine angekündigte Praxis in der Realität nicht einhielt.

Das Urteil bestätigt, dass Sanitas seine beworbenen Zusagen nicht erfüllte. Der Fall zeigt die Kluft zwischen Marketingversprechen und tatsächlicher Vertragspraxis auf. Betroffene mit Vorerkrankungen könnten nun die Glaubwürdigkeit ähnlicher Zusagen anderer Versicherer infrage stellen.

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