15 January 2026, 12:40

Sachsen verliert Hunderte Denkmäler – Grüne fordern schärfere Schutzgesetze und mehr Geld

Eine belebte Abrissszene in Kiew, Ukraine, mit Kränen, Fahrzeugen, Menschen, Pfählen, Lampen, Schildern, Geländern und Bäumen, mit sichtbarem Himmel und einem Wasserzeichen auf dem Bild.

Sachsen verliert kulturelle Schätze - Fälle illegaler Abrissarbeiten - Sachsen verliert Hunderte Denkmäler – Grüne fordern schärfere Schutzgesetze und mehr Geld

Sachsen hat in den vergangenen Jahren Hunderte geschützte Denkmäler verloren – allein in den letzten zwei Jahren wurden 13 davon illegal abgerissen. Nun fordert die Partei Bündnis 90/Die Grünen strengere Denkmalschutzgesetze und mehr Fördergelder, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Die Forderungen kommen zu einer Zeit, in der das Bundesland Thüringen zunehmend Schwierigkeiten hat, sein umfangreiches architektonisches Erbe zu bewahren.

Mit über 100.000 eingetragenen Bauwerken verfügt Sachsen über die zweitgrößte Dichte an Denkmälern in Deutschland. Doch 355 davon sind in den letzten Jahren verschwunden – darunter ein Gartenpavillon in Leipzig und ein Zierbrunnen in Dresden. Beide wurden ohne Genehmigung abgerissen.

Die Grünen reagieren darauf mit der Forderung nach einem stärkeren Schutz historischer Gebäude. Sie verlangen bessere finanzielle Unterstützung für Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien und argumentieren, dass viele Abrisse auf Vernachlässigung oder finanzielle Not zurückzuführen seien. Zudem pocht die Partei auf mehr Personal für das Landesamt für Denkmalpflege und lokale Denkmalschutzbehörden.

Auf Bundesebene setzten die Grünen im aktuellen Haushalt fast vier Millionen Euro für die Denkmalpflege durch. Ob es im Rahmen der jüngsten zweijährigen Haushaltsverhandlungen jedoch gezielte Mittel für den Denkmalschutz in Sachsen geben wird, steht noch nicht fest.

Die illegalen Abrisse offenbaren Lücken im sächsischen Denkmalschutz. Die Vorschläge der Grünen zielen darauf ab, die chronische Unterfinanzierung und Personalnot in den Denkmalschutzbehörden zu beheben. Ohne nachhaltige Maßnahmen könnte ein weiterer unwiederbringlicher Verlust geschützter Bausubstanz drohen.