Verkehrsbußgeldstelle stoppt Bußgelder wegen IT-Problemen - Sachsen-Anhalt stoppt Mahnungen für Verkehrsstrafen wegen IT-Panne
Zentrales Bußgeldstelle von Sachsen-Anhalt setzt Mahnungen für unbezahlte Verkehrsstrafen aus
Die Zentrale Bußgeldstelle Sachsen-Anhalts hat vorläufig keine Mahnungen mehr für offene Verkehrsstrafen verschickt. Der Stopp folgt einem IT-Systemausfall, der bereits Anfang dieses Jahres begann. Die Behörden betonen jedoch, dass Bußgeldbescheide weiterhin wie gewohnt erlassen werden.
Das IT-System hatte rund 18 Monate stabil funktioniert, bevor es erneut zu Problemen kam. Bereits im Januar 2023 hatte ein Großausfall die Arbeit lahmgelegt – ausgelöst durch einen Serverbrand, dessen Folgen monatelang behoben werden mussten. Auch kleinere Softwarefehler hatten 2022 immer wieder zu Störungen geführt.
Durch die aktuelle Störung können Zahlungseingänge nicht korrekt dem Landeshaushalt zugeordnet werden. Um Bürger vor ungerechtfertigten Sanktionen zu schützen, wurden die Mahnungen daher vorerst eingestellt. Die Behörde bearbeitet landesweit Verkehrsverstöße wie Rasen, Trunkenheits- oder Drogenfahrten und nimmt jährlich Millionen an Bußgeldern ein.
Die vorübergehende Aussetzung der Mahnungen soll verhindern, dass Anwohner unnötige Nachteile erleiden. Bußgeldbescheide werden zwar weiterhin verschickt, die Verbuchung der Zahlungen bleibt jedoch beeinträchtigt. Wann der Regelbetrieb wiederaufgenommen wird, steht laut Behörden noch nicht fest.