RWE sichert sich 6,9 Gigawatt Offshore-Windkraft in Großbritannien – Aktie steigt
Clara FrankeRWE bekommt Aufwind bei britischer Offshore-Auktion - RWE sichert sich 6,9 Gigawatt Offshore-Windkraft in Großbritannien – Aktie steigt
RWE hat bei der jüngsten britischen Offshore-Windausschreibung bedeutende Verträge an Land gezogen – ein Erfolg, der den Aktienkurs des Energiekonzerns steigen ließ. Das Unternehmen sicherte sich Zuschläge für Projekte mit einer Gesamtleistung von 6,9 Gigawatt, darunter Vorhaben in der Nordsee und der Irischen See. Branchenanalysten stufen RWE nach dem Bieterverfahren als einen der größten Gewinner ein.
Zu den erfolgreichen Projekten zählen Norfolk Vanguard East und West, zwei Standorte im Gebiet Dogger Bank South sowie Awel y Môr in der Irischen See. Die Verträge markieren eine deutliche Ausweitung von RWE im britischen Offshore-Windsektor.
An einem nicht näher bezeichneten Mittwoch gab RWE bekannt, ein Joint Venture im Verhältnis 50:50 mit dem Finanzinvestor KKR für die Windparks Norfolk Vanguard East und West einzugehen. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, die Finalisierung wird jedoch noch in diesem Sommer erwartet. Beide Projekte sollen 2029 bzw. 2030 in Betrieb gehen.
Zudem haben RWE und KKR eine langfristige Partnerschaft für die Entwicklung der beiden Standorte vereinbart. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die finanzielle Absicherung und das operative Know-how für die Vorhaben zu stärken.
Die Ausschreibungsergebnisse zeigen bereits Wirkung: Nach der Bekanntgabe stieg der RWE-Aktienkurs spürbar. Mit den nun gesicherten 6,9 Gigawatt wird die Offshore-Windkapazität des Konzerns in Großbritannien deutlich wachsen. Allein die Norfolk-Vanguard-Projekte sehen vor, dass KKR eine 50-Prozent-Beteiligung übernimmt – ein Schritt, der RWE im Markt für erneuerbare Energien weiter festigt.