RTL löscht umstrittenen Stefan-Raab-Clip nach Antisemitismus-Vorwürfen
Marie SchulzWarum RTL eine Clip über Gil Ofarim gelöscht hat - RTL löscht umstrittenen Stefan-Raab-Clip nach Antisemitismus-Vorwürfen
RTL zieht umstrittenen Clip aus der Stefan-Raab-Show nach Antisemitismus-Vorwürfen zurück
RTL hat einen umstrittenen Ausschnitt aus der Stefan-Raab-Show nach Vorwürfen des Antisemitismus entfernt. Die Sequenz, die am 27. Januar 2026 – dem Holocaust-Gedenktag – ausgestrahlt wurde, löste scharfe Kritik von Journalisten, Prominenten und Medien aus. Der Sender reagierte mit der Löschung des Inhalts und kündigte strengere Kontrollen an.
In dem beanstandeten Clip wurde ein Witz über den Musiker Gil Ofarim gemacht, dem unterstellt wurde, er habe ein "Betrugsgen" von einem fiktiven Onkel namens Samuel geerbt. Kritiker wie die Journalistin Ayala Goldmann, die Moderatorin Ruth Moschner und die Medienkommentatorin Susanne Siegert verurteilten die Äußerung als antisemitisch. Die Empörung verstärkte sich zusätzlich durch das Ausstrahlungsdatum, das mit dem Holocaust-Gedenktag zusammenfiel.
RTL veröffentlichte eine Stellungnahme, in der der Sender die Kontroverse einräumte. Das Unternehmen betonte, es lehne "jegliche Form von Antisemitismus eindeutig ab", und versprach, künftige Inhalte gründlicher zu prüfen. Trotz des Vorfalls wird die Stefan-Raab-Show wie geplant fortgesetzt und ab dem 10. Februar zweimal wöchentlich ausgestrahlt. Neue Folgen werden zunächst exklusiv auf RTL+ zu sehen sein, mit späten Wiederholungen im Hauptprogramm.
Zusätzlich zur Talkshow wird Stefan Raab im Frühjahr eine neue Samstagabend-Prime-Time-Eventshow für RTL moderieren. Ob die aktuelle Debatte Auswirkungen auf diese Pläne haben wird, ließ der Sender offen.
Der entfernte Clip wird auf keiner RTL-Plattform mehr verfügbar sein. Die Ankündigung verschärfter Inhaltskontrollen folgt auf öffentlichen Druck und mediale Kritik. Die Stefan-Raab-Show bleibt für ihre geplante Rückkehr im nächsten Monat terminiert.