31 December 2025, 00:23

Rheinmetall dominiert den DAX 2024 mit 150 Prozent Kursgewinn – während Adidas und Co. federn müssen

Eine Zeitungsvorderseite mit mehreren Anzeigen und Schlagzeilen.

Rheinmetall dominiert den DAX 2024 mit 150 Prozent Kursgewinn – während Adidas und Co. federn müssen

Der DAX erlebte 2024 dramatische Verschiebungen, wobei sich Rheinmetall als unangefochtener Spitzenreiter herauskristallisierte. Die Aktien des Rüstungskonzerns stiegen im Jahresverlauf um fast 150 Prozent – ein Wert, der alle anderen Unternehmen im Index deutlich hinter sich ließ. Gleichzeitig mussten konsumentenorientierte Unternehmen wie Symrise, Adidas und Beiersdorf deutliche Rückgänge hinnehmen, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Schwächephase.

Das Jahr begann mit einem stetigen Anstieg des DAX, der bis April neue Rekordhöhen erreichte. Doch nach den Ankündigungen von Zöllen durch den damaligen US-Präsidenten Donald Trump folgte ein abruptes Absacken, bevor sich der Index im Mai wieder erholte. In der zweiten Jahreshälfte kam die Dynamik dann weitgehend zum Erliegen, und es fehlte an Schwung für weitere Gewinne.

Am Dienstag legte der DAX im intratägigen Handel um 0,6 Prozent zu. Zu den größten Gewinnern zählten Infineon, Bayer und Rheinmetall, während Siemens Energy und BMW als einzige Werte des Tages mit Verlusten schlossen.

Rheinmetalls außergewöhnliche Performance ist vor allem auf die boomende Rüstungsbranche zurückzuführen. Steigende globale Militäretats, der Verkauf der defizitären Sparte Power Systems sowie strategische Übernahmen – darunter Muni Berka – steigerten die Produktionskapazität des Unterlüßer Werks auf 350.000 Granaten pro Jahr. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent bei einer Marge von 18,5 bis 19 Prozent.

Demgegenüber verzeichnete Symrise die stärksten Verluste im DAX. Auch Adidas und Beiersdorf litten unter schwacher Konsumnachfrage, Verzögerungen bei der Digitalisierung und der anhaltenden Krise der Automobilindustrie. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge und schmale Margen setzten Zulieferer und verwandte Branchen zusätzlich unter Druck.

Nach Rheinmetall schnitten Siemens Energy und die Commerzbank als nächstbeste Werte im Index ab.

Rheinmetalls Dominanz im Jahr 2024 unterstreicht den wachsenden Einfluss von Rüstungsausgaben auf die Börsenperformance. Die gemischten Ergebnisse des DAX spiegeln sowohl branchenspezifische Stärken als auch übergeordnete wirtschaftliche Belastungen wider. Während einige Unternehmen florierten, hatten andere in einem volatilen Markt mit erheblichen Rückschlägen zu kämpfen.