24 February 2026, 04:39

Revolutionäre Weinflasche aus Deutschland: leichter, günstiger und nachhaltiger

Ein grüner Glasweinkelch mit Verschluss, zylindrischer Form, breiter Basis, engem Hals und kunstvollen Verzierungen, mit glänzender Oberfläche.

Kunststoffflasche mit Glas - Eine Alternative für Wein? - Revolutionäre Weinflasche aus Deutschland: leichter, günstiger und nachhaltiger

Deutsches Start-up bringt revolutionäre Weinflasche auf den Markt – leichter, günstiger und umweltfreundlicher

Ein deutsches Start-up hat eine neuartige Weinflasche entwickelt, die Winzern Kosten sparen und den CO₂-Ausstoß verringern könnte. Das innovative Design kombiniert recycelten Kunststoff mit einer hauchdünnen Glasbeschichtung – so bleibt die Qualität des Weins erhalten, während Gewicht und Umweltbelastung sinken. Angesichts stark gestiegener Glaspreise, bedingt durch den Ukraine-Krieg, gewinnt die Suche nach Alternativen an Dringlichkeit.

Janina Krick, die 29-jährige Gründerin, hat die Flasche mit ihrem Unternehmen weinton/WNTN GmbH entwickelt. Die Außenhülle besteht zu 100 % aus recyceltem Kunststoff, während eine dünne Glasschicht im Inneren Aroma und Geschmack des Weins schützt. Durch diese Hybridlösung reduziert sich das Gewicht der Flasche von 450 Gramm (herkömmliches Glas) auf nur noch 50 Gramm.

Seit Mitte Dezember verkauft das Start-up die Flaschen online und plant, im ersten Jahr rund 150.000 Einheiten zu produzieren. Bis 2026 soll die Produktion vervierfacht werden – auf dann 600.000 bis eine Million Flaschen jährlich. Langfristig sieht Krick ein Pfandsystem vor: Verbraucher könnten die Flaschen über Rücknahmeautomaten zurückgeben und erhielten 25 Cent Pfand.

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Forschende des Weincampus Neustadt weisen darauf hin, dass Glasflaschen fast die Hälfte der CO₂-Emissionen ausmachen, die bei der Weinproduktion entstehen. Kriks Design halbiert den ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu herkömmlichem Glas – bei einer Umstellung der Herstellung auf Solarenergie wäre eine weitere Reduktion möglich. Ihr Ziel: langfristig zehn Prozent des deutschen Weinmarkts zu erobern, auf dem jährlich über zwei Milliarden Flaschen verkauft werden.

Wiederverwendbare Weinflaschen scheiterten in der Vergangenheit oft an logistischen Hürden wie Lagerung und Reinigung. Doch Kriks leichtes, standardisiertes Design könnte diese Probleme lösen und Winzern gleichzeitig eine nachhaltigere und kostengünstigere Alternative bieten.

Die neue Flasche kommt zu einem Zeitpunkt auf den Markt, an dem die Glaspreise hoch bleiben und das Umweltbewusstsein wächst. Bei breiter Akzeptanz könnte sie die Emissionen und Kosten der Weinbranche deutlich senken. Ob Verbraucher und Weingüter die Innovation annehmen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.