Rekord-Spritpreise 2025: Politik plant Entlastung für Pendler mit neuen Gesetzen
Clara FrankeGewerkschaftsfraktion fordert höhere Kilometergeldzuschläge aufgrund höherer Kraftstoffpreise - Rekord-Spritpreise 2025: Politik plant Entlastung für Pendler mit neuen Gesetzen
Spritpreise in Deutschland erreichten Ende 2025 fast Rekordhöhen – kurz vor Ausbruch des Iran-Konflikts. Im letzten Quartal jenes Jahres zahlten Autofahrer im Schnitt 1,76 Euro pro Liter für Super E10 und 1,72 Euro für Diesel. Damit gehörte Deutschland zu den teuersten Märkten Europas für Kraftfahrer.
Als Reaktion darauf drängen nun politische und Arbeitnehmervertreter auf Maßnahmen, um die finanzielle Belastung von Beschäftigten mit hohen Fahrtkosten zu mindern.
Ein Gesetzentwurf zielt darauf ab, den starken Anstieg der Spritpreise mit mehreren zentralen Änderungen einzudämmen. Ein Vorschlag sieht vor, Preiserhöhungen auf einmal täglich – mittags – zu beschränken, um plötzliche Sprünge zu verhindern. Ein weiterer will die Kartellregeln verschärfen, um gegen dominierende Mineralölkonzerne vorzugehen, denen vorgeworfen wird, die Preise künstlich in die Höhe zu treiben.
Arbeitnehmervertreter von CDU und CSU fordern zudem höhere Erstattungen für dienstliche Fahrten. Ihr Plan umfasst eine Anhebung des steuerfreien Kilometersatzes von 30 auf 38 Cent pro Kilometer. Zwei rechtliche Wege werden geprüft: eine Änderung des Bundesreisekostengesetzes oder eine Angleichung an das bestehende Pendlerpauschale.
Über die direkten Erstattungen hinaus schlägt der Entwurf die Einführung eines steuerfreien Mobilitätszuschlags im Rahmen von Tarifverhandlungen vor. Damit sollen besonders Beschäftigte mit langen Arbeitswegen die Belastung durch die hohen Spritkosten abfedern können.
Sollten die Änderungen verabschiedet werden, wäre dies die erste größere Anpassung der Reisekostenregelungen seit Jahren. Arbeitnehmer, die für ihren Job auf ein privates Fahrzeug angewiesen sind, könnten kurzfristig entlastet werden. Die Vorschläge deuten zudem auf ein umfassenderes Vorhaben hin, die Schwankungen bei den Spritpreisen einzudämmen – angesichts weiterer wirtschaftlicher Unsicherheiten.






