01 May 2026, 04:15

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Feuerwerk und Festnahme

Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält eine pinkfarbene Banner mit der Aufschrift 'Frauenmarsch in Berlin', wobei einige Mötze und Schutzbrillen tragen, andere Fahnen halten, vor dem Hintergrund von Bäumen, Fahrzeugen und Himmel.

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Feuerwerk und Festnahme

Über 2.000 Menschen versammelten sich am Vorabend des 1. Mai in Berlin-Kreuzberg zur jährlichen "Reclaim the Night"-Frauendemonstration. Die Veranstaltung, die für ihren entschiedenen Einsatz gegen Belästigung und Diskriminierung bekannt ist, zog eine spürbar angespannte Menge an. Die Polizei meldete vereinzelte Vorfälle mit Feuerwerkskörpern und Auseinandersetzungen im Verlauf der Kundgebung.

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Die Demonstration startete am Kottbusser Damm und folgte ihrer geplanten Route bis zur Köpenicker Straße. Teilnehmerinnen trugen Schilder und skandierten Parolen, mit denen sie sich gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung aussprachen. Die Organisatorinnen betonten, das Ziel der Proteste sei die Rückeroberung öffentlicher Räume und die Infragestellung patriarchaler Strukturen.

Während des Marsches wurden an verschiedenen Stellen Feuerwerkskörper gezündet. Gegen Polizisten wurden Gegenstände geworfen, was zu vier gemeldeten Sachbeschädigungen führte – darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Die Stimmung wurde zunehmend gereizter, weshalb die Veranstalterinnen die Kundgebung etwa zehn Minuten früher als geplant beendeten.

Die Polizei bestätigte eine Festnahme, nachdem eine Person eine Beamtin beleidigt hatte. Die Behörden hatten am Donnerstag rund 1.800 Einsatzkräfte in ganz Berlin im Einsatz, darunter auch während der Walpurgisnacht, um die öffentliche Sicherheit zu überwachen. Die Schätzungen der Polizei beliefen sich auf etwa 2.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Aufgrund der steigenden Spannungen endete die Demonstration vorzeitig. Vier Fahrzeuge wurden beschädigt, eine Person wegen Beleidigung vorläufig festgenommen. Organisatorinnen und Polizei werden die Ereignisse voraussichtlich im Rahmen der laufenden Debatten über öffentliche Proteste und Sicherheitsmaßnahmen auswerten.

Quelle