Raubüberfall in Berliner Döner-Imbiss: Täter greift mit Gabel an und flieht
Tim SimonRaubüberfall in Berliner Döner-Imbiss: Täter greift mit Gabel an und flieht
Ein Mann muss sich wegen Raubvorwürfen verantworten, nachdem er Mitarbeiter eines Döner-Imbisses im Berliner Bezirk Schöneberg angegriffen hat. Der Vorfall begann, als er an einem Spielautomaten im Laden Geld verlor. Laut Polizei bedrohte er anschließend Angestellte mit einer Gabel und stahl Bargeld aus der Kasse.
Der Angriff ereignet sich vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Gewaltkriminalität in Berlin. Allein 2024 verzeichneten die Behörden 1.152 queerenfeindliche Übergriffe – ein Anstieg um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit wurden im selben Zeitraum zudem fast 1.300 rechtsextreme Gewalttaten registriert.
Der Tatverdächtige betrat den Imbiss und spielte zunächst an einem Spielautomaten. Nach hohen Verlusten wurde er aggressiv, als die Mitarbeiter den Laden für die Nacht schließen wollten. Er forderte, dass sie ihm sein verlorenes Geld erstatten.
Ein Streit eskalierte zu handfester Gewalt, als er eine Gabel ergriff und die Angestellten bedrohte. Während des Handgemenges riss er Bargeld aus der Kasse. Ein 23-jähriger Mitarbeiter wurde mit einem Dönermesser verletzt, ein zweiter Angestellter erlitt ebenfalls Verletzungen.
Der Täter floh anschließend mit der Beute in Richtung des S-Bahnhofs Schöneberg. Die Polizei ermittelt wegen Raub und Körperverletzung.
Berlin verzeichnet in diesem Jahr einen besorgniserregenden Anstieg gewalttätiger Vorfälle. Queerenfeindliche Angriffe stiegen im Vergleich zu 2023 um fast 35 Prozent – bisher wurden 1.152 Fälle dokumentiert. Bundesweite Sicherheitsbehörden meldeten zudem fast 1.300 rechtsextreme Gewaltdelikte in Deutschland im vergangenen Jahr.
Der Verdächtige ist weiterhin auf der Flucht, während die Fahndung der Polizei andauert. Die verletzten Mitarbeiter erhielten ärztliche Behandlung. Die Ermittler werten Überwachungsvideos und Zeugenaussagen im Rahmen der laufenden Untersuchungen aus.
Der Fall verstärkt die wachsende Sorge über Gewaltkriminalität in der Hauptstadt, insbesondere gegen schutzbedürftige Gruppen.






