Puma kämpft um Überleben: Kurssturz, Stellenabbau und Übernahmegerüchte
Marie SchulzPuma kämpft um Überleben: Kurssturz, Stellenabbau und Übernahmegerüchte
Sportartikelkonzern Puma in finanziellen Schwierigkeiten: Kurs Euro und Dollar im Fokus
Zum Jahresende 2024 befindet sich der Sportartikelkonzern Puma in einer schwierigen finanziellen Lage. Das Unternehmen verzeichnete deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinnen, während der Kurs Euro und Dollar seit Januar um die Hälfte eingebrochen ist. Um die Lage zu stabilisieren, hat Puma nun frisches Kapital beschafft und umfangreiche Umstrukturierungspläne angekündigt.
Die prekäre finanzielle Situation wurde im dritten Quartal offenkundig: Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz sank um 10,4 %. Noch dramatischer fiel der Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus, das im selben Zeitraum um über 80 % einbrach. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet das Unternehmen nun einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie einen operativen Verlust.
Um die Krise zu bewältigen, hat Puma Maßnahmen zur Stärkung der Finanzlage eingeleitet. So sicherte sich das Unternehmen neue Liquidität in Höhe von 608 Millionen Euro, darunter ein Überbrückungskredit über 500 Millionen Euro von der Santander Bank sowie zusätzliche Kreditlinien im Wert von 108 Millionen Euro. Gleichzeitig treibt der Konzern ein umfassendes Restrukturierungsprogramm voran: Bis Ende 2026 sollen rund 900 Stellen im Verwaltungsbereich abgebaut werden, während die Investitionen für 2025 auf etwa 250 Millionen Euro veranschlagt sind.
Die Probleme des Unternehmens haben auch Investoren auf den Plan gerufen. So ging der Vermögensverwalter Azvalor Asset Management im Dezember 2022 eine Leerverkaufsposition von 0,50 % bei Puma ein. Kürzlich folgte der französische Hedgefonds Capital Fund Management mit einer ähnlichen Short-Position in gleicher Höhe. Gleichzeitig mehren sich seit November Spekulationen über eine mögliche Übernahme – als potenzielle Käufer gelten unter anderem Anta Sports, Li Ning und Asics.
Seit Jahresbeginn hat der Puma-Aktienkurs 51 % an Wert verloren. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf Kostensenkungen, die Sicherung von Finanzmitteln und die Neuausrichtung der Geschäftsaktivitäten. Ob diese Schritte langfristig Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten.