05 May 2026, 12:14

Proteste gegen Halleer Kampfsportschule als mutmaßlichen Rechtsextrem-Treffpunkt

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße während einer Demonstration in Berlin, einige halten Schilder und Banner, andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen.

Proteste gegen Halleer Kampfsportschule als mutmaßlichen Rechtsextrem-Treffpunkt

Proteste vor Halleer Hauptbahnhof gegen Kampfsportschule als mutmaßlichen Treffpunkt der rechten Szene

Am vergangenen Wochenende fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Demonstration gegen die Gladiator Fight Academy statt. Die Protestierenden warfen der Kampfsportschule vor, als Anlaufstelle für rechtsextreme Gruppen zu dienen. Mit Rufen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ forderten die Teilnehmer die Schließung des Studios.

Auslöser der Kundgebung war eine jüngste rechtsextreme Veranstaltung im Kulturzentrum der Gemeinde Teutschenthal. Die Organisatoren sprachen von 300 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl auf 170 korrigierte. Unter den Gästen befanden sich auch Kandidaten der AfD, was die Sorgen über politische Verstrickungen weiter schürte.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger in der Kritik, als Knotenpunkt für rechtsextreme Netzwerke zu fungieren. Zu den zentralen Figuren zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Ein weiteres Mitglied, Christopher Henze, soll ebenfalls Verbindungen in die Szene haben.

Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer der Schule, unterstützt ein rechtsextremes Fußballteam. Die wachsende Macht der AfD in Sachsen-Anhalt – bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die Partei dort 37,3 % – hat die Spannungen zusätzlich verschärft. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die AfD bei der anstehenden Landtagswahl sogar 38 % erreichen könnte.

Die Demonstranten kritisierten die Betreiber der Kampfsportschule scharf, weil sie die umstrittene Veranstaltung ausgerichtet hatten. Viele fürchten, dass die Einrichtung unter dem Deckmantel des Kampfsporttrainings zur Rekrutierung und Radikalisierung genutzt wird.

Die Proteste spiegeln den wachsenden Widerstand gegen rechtsextreme Aktivitäten in der Region wider. Bislang haben die Behörden noch nicht auf die Forderungen nach einer Schließung des Studios reagiert. Unterdessen prägt die elektoralen Erfolge der AfD weiterhin die politischen Debatten vor Ort.

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