25 April 2026, 02:12

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs auf – trotz eigener Widersprüche

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Feminismus ohne Trans-Frauen" und Schilder in einer öffentlichen Fläche mit einer Wand und einer Rolllade im Hintergrund.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs auf – trotz eigener Widersprüche

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen. Er warnte davor, das Thema allein linken Gruppen zu überlassen. Seine Äußerungen kommen trotz seiner früheren Ablehnung mehrerer feministischer Forderungen.

Amthor betonte, Feminismus müsse eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein und dürfe nicht nur der politischen Linken überlassen bleiben. Er verwies darauf, dass Frauen häufiger wegen ihres Äußeren als wegen ihrer Argumente bewertet würden. Der Politiker rief zudem zu mehr Bewusstsein und stärkerer Unterstützung durch Männer im Kampf für Gleichberechtigung auf.

In derselben Rede warnte er vor Rückschritten bei der Gleichstellung durch die rechtspopulistische AfD. Doch seine eigene Bilanz in feministischen Fragen ist ambivalent: 2023 setzte er sich für ein Verbot gendersensibler Sprache in Behörden ein. Zuvor hatte er zentrale feministische Forderungen abgelehnt, etwa die Beibehaltung des aktuellen Abtreibungsrechts oder eine paritätische Besetzung von Parteikandidatenlisten.

Amthors Appell für eine breitere Auseinandersetzung mit dem Feminismus steht damit im Kontrast zu seinen früheren Positionen. Seine Aussagen deuten auf einen Kurswechsel hin, doch seine bisherige Haltung bleibt Teil der Diskussion. Die Debatte über Gleichstellung in der CDU wird voraussichtlich weitergehen, während die Partei über ihre künftige Ausrichtung nachdenkt.

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