06 May 2026, 04:21

ORFs skurriles Eurovision-Experiment polarisiert Zuschauer und Kritik

A poster featuring a lighthouse surrounded by people, a fish, and water, with the text "It is to laugh, happy hooligan, nothing but fun" at the top and bottom.

ORFs skurriles Eurovision-Experiment polarisiert Zuschauer und Kritik

Die ORF-Sendung We Are Eurovision sorgte mit einem ungewöhnlichen Konzept für Aufsehen. Statt auf nostalgischen Glanz zu setzen, entschied man sich für einen schonungslos ehrlichen und mitunter befremdlichen Rückblick auf vergangene Eurovision-Wettbewerbe – mit überraschenden Folgen für Zuschauerzahlen und Kritik. Der Abend begann mit einem chaotischen Auftritt von Barbara Schöneberger, die den Ton für die gesamte Sendung vorgab. Sie zog sich kurzerhand einen schlecht sitzenden Filzbart über, der als improvisiertes Wurstkostüm durchgehen sollte, und performte Conchita Wursts Rise Like a Phoenix in voller Verkleidung. Ihre Behauptung, Österreichs ersten Eurovision-Sieg 1966 persönlich errungen zu haben, unterstrich den skurrilen Charakter der Show.

Die Moderation von Lizzi Engstler trug ebenfalls zum ungewöhnlichen Stil bei. Ihr wiederholter Gebrauch des Slang-Ausdrucks urcool verpasste der Sendung einen weiteren skurrilen Akzent. Die Produktion verzichtete bewusst auf sentimentale Rückblicke und setzte stattdessen auf eine rohe, mitunter holprige Auseinandersetzung mit der Eurovision-Geschichte.

Doch der ungewöhnliche Ansatz kam nicht bei allen an: Die Sendung erhielt im Schnitt nur 216.000 Zuschauer und wurde mit null Punkten bewertet. Der ungeschliffene, mitunter befremdliche Stil hinterließ ein zwiespältiges Bild bei den Zuschauern. Mit We Are Eurovision wagte der ORF ein Experiment, das bewusst auf Provokation und schonungslose Ehrlichkeit setzte. Die Reaktionen zeigten jedoch, dass dieser Ansatz nicht jeden überzeugte – weder inhaltlich noch bei den Einschaltquoten.

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