ORF-Generaldirektor-Kandidat Roland Weissmann nach Belästigungsvorwürfen zurückgetreten
Tim SimonORF-Generaldirektor-Kandidat Roland Weissmann nach Belästigungsvorwürfen zurückgetreten
Roland Weissmann, ein führender Kandidat für die Position des ORF-Generaldirektors, ist nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung zurückgetreten. Die Vorfälle, auf die sich die Anschuldigungen beziehen, sollen sich laut Berichten im Jahr 2022 ereignet haben. Sein Rückzug wirft Fragen zum Zeitpunkt der Enthüllungen auf – besonders vor dem Hintergrund der für 2027 geplanten Neuwahl des Direktors.
Weissmann galt als aussichtsreicher Favorit für die ORF-Spitze, deren Besetzung im August 2027 entschieden werden soll. Obwohl er die Vorwürfe vehement bestreitet, trat er angesichts zunehmender öffentlicher Prüfung von seinem Posten zurück. Der ORF-Stiftungsrat zeigte sich besorgt darüber, warum die Anschuldigungen ausgerechnet jetzt – kurz vor der anstehenden Wahl – bekannt wurden.
Eine eigens eingesetzte Ermittlungskommission soll die Vorfälle und Hintergründe der Vorwürfe aufklären. Ziel der Untersuchungen ist es, alle Aspekte des Falls zu beleuchten, bevor weitere Konsequenzen gezogen werden.
Unterdessen rückt der Fokus auf andere prägende Persönlichkeiten innerhalb des ORF. Arwed Thurnher, derzeit Leiter des ORF-Radiobereichs, zählt zu den bekanntesten Gesichtern des Senders. Mit einer langjährigen Karriere – unter anderem als TV-Ansager, Moderator und ehemaliger Chefredakteur von ORF III – kennt er die Abläufe im Haus bestens.
Weissmanns Rücktritt versetzt das Rennen um die ORF-Spitze in Unordnung und erhöht die Unsicherheit im Vorfeld der Wahl 2027. Die Ergebnisse der Ermittlungskommission werden voraussichtlich die nächsten Schritte für den Sender und die beteiligten Kandidaten maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig rücken nun erfahrene Persönlichkeiten wie Thurnher als mögliche Anwärter stärker in den Mittelpunkt.






