Bürgerabstimmung Scheitert - Baumschutzsatzung Bleibt - Oldenburgs Baumschutz bleibt trotz Bürgerprotesten bestehen
Oldenburgs Baumschutzsatzung bleibt nach einem gescheiterten Bürgerentscheid in Kraft. Die von Bürgern initiierte Abstimmung, die die umstrittenen Regelungen abschaffen sollte, verfehlte trotz massiver Kritik von Anwohnern und Grundstücksbesitzern die notwendige Wahlbeteiligung.
Die Verordnung, die im Juli 2021 in Kraft trat, schützt Laubbäume und bestimmte Nadelhölzer mit einem Stammumfang von 100 Zentimetern oder mehr in Brusthöhe. Seitdem müssen Eigentümer vor dem Fällen oder starken Beschneiden dieser Bäume eine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde einholen.
Die öffentliche Empörung nahm im Sommer 2023 zu, wobei die Kritik sich vor allem an übermäßiger Bürokratie und Einschränkungen des Eigentumsrechts entzündete. Beschwerden verbreiteten sich in lokalen Medien wie der Nordwest-Zeitung sowie in Online-Foren, darunter Oldenburgs Reddit- und Facebook-Gruppen. Hausbesitzer, Bürger und die FDP führten den Widerstand an und argumentierten, die Vorschriften seien zu streng.
2024 lockerte der Stadtrat die Regelungen leicht, etwa bei Ausnahmen für kleine Bäume und Totholz. Doch die Proteste hielten an, und bis 2026 häuften sich Klagen und Forderungen nach einer Abschaffung. Der Bürgerentscheid, der die Satzung vollständig kippen sollte, mobilisierte 37.295 Wähler – eine Wahlbeteiligung von 27,25 Prozent. Davon stimmten 22.561 für die Abschaffung, doch das Ergebnis verfehlte die benötigten 27.035 Stimmen (20 Prozent der Wahlberechtigten).
Das Scheitern des Bürgerentscheids bedeutet, dass Oldenburgs Baumschutzregeln vorerst unverändert bleiben. Grundstücksbesitzer müssen weiterhin das Genehmigungsverfahren für geschützte Bäume einhalten. Weitere Klagen oder politische Initiativen sind denkbar, doch mit kurzfristigen Änderungen ist nicht zu rechnen.






