Neues Theater Senftenberg startet mit provokanter DDR-Sport-Satire in die Saison
Lukas BraunNeues Theater Senftenberg startet mit provokanter DDR-Sport-Satire in die Saison
Das Neue Theater Senftenberg eröffnete seine aktuelle Spielzeit Ende September mit einer mutigen Produktion in der historischen Niederlausitz-Halle. Die Premiere, inszeniert von Daniel Ris, verband scharfe Debatten über die Sportkultur der DDR mit lebendiger Volksbelustigung. Doch hinter den Kulissen bleibt Ris’ Zukunft am Theater ungewiss, nachdem sein Vertrag im März 2023 nicht verlängert wurde.
Daniel Ris hatte 2022 die Intendanz des Neuen Theaters Senftenberg übernommen und einen auf fünf Jahre angelegten Vertrag bis 2027 unterzeichnet. Unter seiner Leitung steigerte das Theater seine Eigenmittel und gewann größere regionale Bekanntheit. Seine jüngste Produktion karikiert die militarisierte Sporterziehung der DDR und thematisiert Doping sowie die Kosten des sportlichen Leistungswahns.
Der Saisonauftakt des Neuen Theaters Senftenberg hat mit seinen provokanten Themen und temperamentvollen Darbietungen Aufsehen erregt. Währenddessen führt Daniel Ris seine Arbeit fort – trotz des bevorstehenden Endes seiner Amtszeit. Die Suche nach seinem Nachfolger wird die künstlerische Ausrichtung des Theaters in den kommenden Jahren prägen.