Neuer Prozess im ungelösten Mordfall von 1993: DNA-Beweise bringen Hoffnung auf Gerechtigkeit
Tim SimonNeuer Prozess für totes Mädchen in der Güllegrube Mitte Mai - Neuer Prozess im ungelösten Mordfall von 1993: DNA-Beweise bringen Hoffnung auf Gerechtigkeit
Im Mai 2026 soll der Prozess im Fall des ungelösten Mordes an einem 13-jährigen Kind aus dem Jahr 1993 in Unterfranken neu aufgerollt werden. Der seit über 32 Jahren ungeklärte Fall wird wegen des Alters des Angeklagten zum Tatzeitpunkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, das Opfer auf einem abgelegenen Reiterhof sexuell missbraucht und getötet zu haben.
Das ursprüngliche Verfahren fand 2024 vor dem Landgericht Würzburg statt. Der Angeklagte, der sich nie zu den Vorwürfen geäußert hat, war zunächst zu sechs Jahren und sechs Monaten Jugendhaft verurteilt worden. Das Urteil wurde jedoch in der Berufung aufgehoben, was zu einer Neuaufnahme des Verfahrens führte.
Ausschlaggebend für die Verbindung des Verdächtigen zur Tat waren forensische Beweise. Laut Angaben soll seine DNA auf der Unterwäsche des Opfers sowie in einer Blutspur gefunden worden sein. Öffentlich zugängliche Akten bestätigen jedoch weder detaillierte Zeugenaussagen noch konkrete Beweise jenseits von Indizien.
Nach Jugendstrafrecht beträgt die nun mögliche Höchststrafe zehn Jahre. Alle weiteren Anklagepunkte – mit Ausnahme des Mordvorwurfs – sind aufgrund der Verjährungsfrist verfallen. Der neue Prozess soll am 18. Mai 2026 beginnen.
Der Fall kommt nach Jahrzehnten ohne Aufklärung erneut vor Gericht. Der Angeklagte, der bis heute schweigt, muss sich in einem neuen Verfahren auf Basis von DNA-Beweisen und verfahrensrechtlichen Gründen verantworten. Das Urteil wird entscheiden, ob er für den Mord von 1993 weitere Haft antreten muss.






