Mieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten
Clara FrankeMieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten
Axel Gedaschko, Präsident des deutschen Mieterbunds, fordert dringende Reformen der Mietregeln. Er kritisiert das aktuelle System, das einkommensschwache Mieter unangemessen mit Modernisierungskosten belastet. Sein Vorschlag sieht vor, die Umlage dieser Kosten nicht mehr pauschal, sondern einkommensabhängig zu gestalten.
Nach geltendem Recht können Vermieter Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verdeutlicht die Ungerechtigkeit am Beispiel einer alleinerziehenden Krankenschwester, die nach einer Gebäudesanierung denselben Mietzuschlag zahlt wie ein Doppelverdiener-Paar.
Er appelliert an die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD, zügig zu handeln. Sein Modell sieht eine gestaffelte Kostenbeteiligung vor, bei der Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten werden. Ziel ist es, Haushalte mit geringem Einkommen finanziell zu entlasten.
Gedaschko betont, dass das Einkommen eine weitaus größere Rolle bei der Verteilung der Mietkosten spielen müsse. Die heutige Pauschallösung berücksichtige nicht die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Mieter. Die Reform soll die Abgaben an das individuell Machbare anpassen.
Die geplanten Änderungen würden die Modernisierungskosten von einkommensschwachen Mietern wegverlagern. Vermieter könnten ihre Ausgaben zwar weiterhin decken, doch die Zahlungen würden sich am Einkommen der Mieter orientieren. Ob Gedaschkos Reformvorstoß umgesetzt wird, liegt nun in den Händen der Koalitionsspitzen.






