Megumis Film Fujiko triumphiert mit zwei Festivalpreisen und erzählt Frauenleben der 1970er
Clara FrankeMegumis Film Fujiko triumphiert mit zwei Festivalpreisen und erzählt Frauenleben der 1970er
Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi hat in der Filmbranche einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen, indem sie eigene Projekte entwickelt. Während der Pandemie wechselte sie vom Warten auf Rollenangebote dazu über, eigenes Material zu erschaffen. Ihr jüngstes Werk, Fujiko, wurde nun auf einem internationalen Festival ausgezeichnet.
Vier Jahre lang arbeitete Megumi an der Produktion und Hauptrolle in Fujiko, einem Drama über eine alleinerziehende Mutter im Shizuoka der 1970er- und 80er-Jahre. Die Geschichte thematisiert persönliche Freiheit und basiert auf der Familiengeschichte des Regisseurs Taichi. Ein hochkarätiges Ensemble mit Yuki Katayama, Lily Franky und Issey Ogata verleiht dem Historienfilm Leben.
Der Film gewann kürzlich zwei Preise beim 28. Far East Film Festival in Udine: den Goldenen Maulbeer-Publikumspreis sowie eine geteilte Auszeichnung der Black-Dragon-Pressejury. Megumis Ziel war es, japanische Frauen durch Erzählungen zu stärken – eine Mission, die Fujiko von Anfang an prägte.
Neben ihrer Schauspielkarriere entwickelt sie als Produzentin zwei weitere, noch unbetitelte Projekte. Eines handelt von einem Mann in den mittleren Jahren und seiner Beziehung zu seiner Tochter, das andere spiegelt ihre eigenen Lebenserfahrungen wider. Parallel bleibt sie als Schauspielerin aktiv, etwa in Jojo Hideos Nameless oder der Netflix-Serie This Is I.
Megumis Doppelfunktion als Schauspielerin und Produzentin hebt sie in der japanischen Filmlandschaft hervor. Mit der internationalen Aufmerksamkeit für Fujiko und neuen Projekten in Arbeit erweitert sie kontinuierlich ihr Schaffen. Der Zeitpunkt fällt mit Japans Rolle als Ehrengastland auf dem Cannes Film Market 2023 zusammen.






