22 March 2026, 06:15

Massenprotest in MV: Hunderte Apotheken am Montag geschlossen

Gruppe von Menschen protestiert vor einem Gebäude in Deutschland, hält Schilder und Plakate hoch und hat zwei Personen im Vordergrund sitzen und einen Müllcontainer auf der rechten Seite.

80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Massenprotest in MV: Hunderte Apotheken am Montag geschlossen

Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern schließen am Montag, 23. März 2026

Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern werden am Montag, den 23. März 2026, ihre Türen schließen. Die Schließung ist Teil eines bundesweiten Protests von Apothekern gegen jahrelange Unterfinanzierung. Zwar bleiben Notdienste aufrechterhalten, doch die meisten regulären Apotheken werden voraussichtlich den ganzen Tag über geschlossen bleiben.

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Der Protest erfolgt nach mehr als einem Jahrzehnt ohne Anpassung der Vergütungssätze für apothekerliche Leistungen. Seit 2013 sind die Zuschüsse eingefroren – trotz steigender Betriebskosten. Die Apotheker argumentieren, dass die ausbleibenden finanziellen Anpassungen viele dazu zwingen, ihre Dienstleistungen nur noch mit Mühe aufrechtzuerhalten.

In Mecklenburg-Vorpommern, wo rund 350 Apotheken ansässig sind, werden über 80 Prozent der nicht für den Notdienst eingeteilten Betriebe an dem Streik teilnehmen. Der Apothekerverband der Region schätzt, dass mehrere hundert lokale Apotheker zudem nach Berlin reisen werden, um sich an den Demonstrationen zu beteiligen.

Patienten wurden aufgefordert, nicht dringende Besuche bis Dienstag zu verschieben, da bundesweit nur etwa 1.000 Notapotheken geöffnet bleiben. Diese Standorte werden weiterhin essenzielle Leistungen anbieten, um den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten während des Protests zu gewährleisten.

Der Protest unterstreicht die finanzielle Belastung des deutschen Apothekennetzes, das als dezentrales Medikamentenreservoir des Landes fungiert. Die Apotheker fordern die regierende Koalition auf, die seit Langem versprochenen Gebührenanpassungen endlich umzusetzen. Ohne Veränderungen, warnen sie, könnte die Stabilität der lokalen Apothekenversorgung auf dem Spiel stehen.

Quelle